Trotz eines Rennwochenendes zum Vergessen kann sich der fränkische Rennfahrer Lennart Marioneck Vizechampion des Reiter-Young-Star-Cups nennen. Der dritte Platz der GT4-European-Series-Gesamtwertung rundet das Saisonfinale für den Bamberger ab.
Wer Marioneck kennt, der weiß, dass es für den 28-Jährigen meist zu Beginn des Rennwochenendes schiefläuft und am Ende doch ein Podiumsplatz herausspringt. Doch das letzte Rennwochenende verlief rabenschwarz. Nichtsdestotrotz zählt am Ende der Meisterschaftsstand, der für "Lenny" gleich ein doppelter Grund zum Feiern ist. Mit Platz 18 und Platz 20 in den freien Trainings läuteten Marioneck und Teamkollege Willem Meijer das Rennwochenende auf dem Nürburgring ein. Im ersten Qualifying steigerte sich Marioneck deutlich und erlangte den sechsten Startplatz fürs erste Rennen
Auf der Außenlinie in Kurve 1 liegend, musste der Bamberger zunächst einige Konkurrenten ziehen lassen, ehe er im weiteren Rennverlauf von einem Aston Martin geblockt wurde. "Ich wollte eigentlich vorbeigehen, dann hat er gebremst und ich habe ihn touchiert", beschreibt Marioneck die Situation, die prompt mit einer Durchfahrtsstrafe sanktioniert wurde. Nachdem Meijer nach dem Fahrerwechsel Probleme mit dem Boxenfunk hatte, durchfuhr auch er die Boxengasse ein zweites Mal und verlor damit weitere Positionen. Das Resultat: Rang 19 im ersten Rennen für das Duo und damit die erste frustrierende Bilanz.
Nach einer Kollision im zweiten Rennen, die einen zusätzlichen Boxenstopp nötig machte und damit viel Zeit kostete, ging es für Lennart auf Rang 30 in die zweite Rennhälfte. Am Ende hieß es Gesamtplatz 28.
Das Rennwochenende am Nürburgring: zum Vergessen. Die Meisterschaftswertung? Ein Grund zum Feiern! In der Gesamtwertung der GT4-European-Series ist Marioneck am Ende Dritter geworden. Doch das nicht genug: In der Reiter-Young-Star-Wertung, in der es hauptsächlich um die schnellsten Rennrunden geht, konnte er den zweiten Platz einnehmen. "Ich kann es selbst noch kaum glauben", waren die ersten Worte des frischgebackenen Vizechampions. Der Preis für den Bamberger: Ein Cockpit in der prestigeträchtigen Blancpain-GT-Series für die Saison 2018! "Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich bin unendlich glücklich und stolz auf dieses Ergebnis", meine Marioneck. red