Bamberg — 326 Schülerinnen und Schüler aus 16 Klassen an drei Bamberger Grundschulen beteiligten sich in diesem Jahr am "Kindermeilen"-Projekt des städtischen Umweltamtes. Ganz nach dem Motto "Handeln statt verhandeln" haben sie ihre Alltagswege klimaschonend zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus zurückgelegt und so jede Menge "Grüne Meilen" gesammelt.
Bürgermeister Christian Lange, Sozial-, Ordnungs- und Umweltreferent Ralf Haupt und Umweltamtsleiter Herbert Schütz luden nun die Vertreter der beteiligten Schulen ein und verliehen ihnen zum Dank für ihr Engagement eine Urkunde. Sichtlich beeindruckt nahm dabei Bürgermeister Dr. Christian Lange das Bamberger Gesamtergebnis von 4264 gesammelten "Grünen Meilen" entgegen.


"Der Lärm stört"

Das Bamberger Gesamtergebnis wird vom Umweltamt/Agenda 21-Büro an den UN-Klimagipfel in Paris weitergeleitet, bei dem es um ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll geht.
In diesem Jahr beteiligten sich die Gangolf-Grundschule, die Grundschule Kaulberg und die Luitpold-Grundschule an der europaweiten Aktion, bei der das städtische Agenda 21-Büro bereits seit 2007 erfolgreich zum Mitmachen motiviert. Dabei setzten die Kinder Klimaschutz konkret und praktisch in ihrer Lebenswelt um und machten sich auch Gedanken zu Vor- und Nachteilen verschiedener Verkehrsmittel und den konkreten Missständen auf ihrem Schulweg.
Das belegen die Aussagen bei der zusätzlichen Umfrage der Aktion "Verkehrsdetektive unterwegs": "Mir gefällt nicht, dass so viele Autos auf der Hauptsmoorstraße fahren", "Auch wenn ich bei Rot an der Ampel stehe, rieche ich Autoabgase", "Autos parken zu nah an den Ecken", "Mehr Zebrastreifen", "Autos sollen langsamer fahren", "Der Lärm stört".


Für Klimaschutz sensibilisieren

Diese Aktion fügt sich ein in die Tätigkeit des Umweltamtes der Stadt Bamberg, die - im Rahmen der Mitgliedschaft im Klimabündnis - auf das Engagement auf lokaler Ebene setzt. Ein Schwerpunkt der kommunalen Tätigkeit liegt im Bereich der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Klimaschutz- und Energiefragen und daraus resultierend die Beeinflussung von Verhaltensmustern. Die Zusammenarbeit mit Schulen ist dabei ein besonderes Anliegen.
Weitere Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter www.kinder-meilen.de. red