Er pflegt seit 28 Jahren ein kleines Theater in Bamberg , reist Lyrik rezitierend durch die Lande. Sie ist jung, Bayerische Vize- und Fränkische Meisterin im Poetry Slam . Im Bamberger Hain treffen nun zwei Generationen Poesie aufeinander: Martin Neubauer trifft Maron Fuchs – eine Begegnung, auf die Kulturinteressierte gespannt sein dürfen.

Für eine bessere, gerechtere Welt

Wer die junge Poetin bei einem ihrer Auftritte erlebt hat, weiß: Sie brennt tief innerlich, ist erfüllt vom Engagement für eine bessere, gerechtere Welt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, benennt Ungerechtigkeit ungeschönt beim Namen, gibt aber bei aller Scharfsichtigkeit die schwer zu bewahrende Hoffnung nicht auf und trägt sie weiter.

Neben ihren mitreißenden Slum-Auftritten findet sie die Zeit, vielbeachtete Jugendromane zu schreiben und an ihrer Dissertation über Fragen theologischer Ethik zu arbeiten.

„Die Alten und die Jungen“

Martin Neubauer streift seit vielen Jahren mit Gedichten und Geschichten durch den Bamberger Hain. Dort soll nun die Begegnung stattfinden. „Die Alten und die Jungen“ lautet das Motto – in Anlehnung an ein Gedicht von Theodor Fontane .

„Ich finde es sehr beeindruckend, wie tief Maron von ihren Anliegen bewegt ist, und sie in kleine Sprachfeuerwerke zu verwandeln vermag. Wer jungen Menschen gern pauschal Phlegma unterstellt, darf sich erstaunt Augen und Ohren reiben“, sagt Marti Neubauer.

Keine biederen Träumereien

Es ist eine spannende Herausforderung zu zeigen, dass auch die „alten“ Dichterinnen und Dichter sich keineswegs biederen Träumereien hingegeben haben, sondern seit Jahrhunderten Wege aufzeigen, wie es unter uns Menschen würdiger zugehen könnte. „Ich freue mich riesig auf die Begegnung von zwei Generationen in einem Boot“, sagt Martin Neubauer.

Ein ungleiches Nebeneinander ist zu erwarten, dass doch ein stimmiges Ganzes ergeben soll. Es gibt Themen, die nie „veralten“, da sie zeitlos sind.

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