Wer im Audimax der Bamberger Universität oder im Jazz-Club ihre Konzerte erleben konnte, ist von dem hohen Niveau der Uni-Bigband begeistert. Selbstredend, dass vor der Freude über den Applaus auch der Schweiß der Arbeit, sprich: der Proben steht. Doch Letzteres sollte niemanden, der den jazzigen Kick braucht, ein passendes Instrument spielt und Schnupperlaune verspürt, abhalten: „Wir suchen dringend neue Musiker , denn durch Corona ist der Stamm weggebrochen“, sagt Professor Markus Schieferdecker, der die Uni-Bigband seit 2014 leitet.

Der Aufruf des international ausgewiesenen Experten für Jazz-Kontrabass/E-Bass und Lehrbeauftragten des Lehrstuhls für Musikpädagogik und Musikdidaktik richtet sich an Studierende , Profis und Amateure gleichermaßen. Und zwar von „sechs bis 90 Jahren!“, sagt Professor Schieferdecker lachend; es gebe also keine Altersbeschränkung beim Mitmachen. Einzige Voraussetzungen seien Vorkenntnisse und die Bereitschaft, zu lernen und in der Gruppe mitzuwirken: „Eine Bigband spielt sich schlecht allein!“

Auch wenn Schieferdecker „für jedes Instrument dankbar ist“, werden vor allem Posaune , Trompete, Saxofon gebraucht. Aber Schlagzeug, Klavier, Bass, Gitarre sollen ebenso zum unverwechselbaren Sound von Jazz, Pop, Swing, Latin und Fusion beitragen. Streichinstrumente wie Geige und Violine könnten für Soli eingesetzt werden, seien jedoch besser im Uni-Orchester aufgehoben: „Das sucht auch Musiker !“

Renommierte Gäste

Vor Corona wirkten bei Konzerten der Uni-Bigband so renommierte Gäste wie etwa Julian und Roman Wasserfuhr, Thilo Wolf, Wayne Escoffery oder Victor Gould mit. Eng mit der großen Band verknüpft sind zwei kleinere Ensembles: die Jazz-Combo und die Rock-Pop-Combo. Mit Livestreams, Online- und Hybrid-Veranstaltungen hätten sie zwar während der Pandemie sehr großen Anklang gefunden, „aber keine neuen Mitspieler generieren können“, bedauert Professor Schieferdecker.

„Freie Hand für das, was ich tue“, findet er bei Lehrstuhlinhaber Professor Stefan Hörmann. Dieser unterstütze den „offenen Kreis der Bigband“, aus dem schon einige Profi-Musiker erwachsen seien.

Für die künftige Band-Formation peilt Markus Schieferdecker ein konkretes Ziel an: Sie soll im Dezember 2021 das Jahresabschlusskonzert im Jazz-Club geben – wenn es denn die Corona-Lage erlaubt. Falls nicht – so lautet Plan B – kämen die kleinen Ensembles zum Zug. Diese planen schon im Herbst ein Konzert mit den Saxofon-Stars Harry Allen und Martin Sasse.

Die regelmäßigen Proben – sowohl für die Combos als auch für die Bigband – finden jeweils montags zwischen 16 und 22 Uhr im Musiksaal des Uni-Gebäudes An der Weberei 5 (Erba-Insel) statt. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich im Sekretariat melden (E-Mail johanne.scharnick@uni-bamberg.de, Telefon 0951/863-1927) oder direkt per E-Mail an markus-schieferdecker@uni-bamberg.de. red