Der im Dezember 2020 beschlossene neue Flächennutzungsplan der Gemeinde Walsdorf weist eine Fläche von 77 900 Quadratmetern unbebauter Baurechte im Gemeindegebiet aus. In seiner ersten Sitzung im Jahr 2021 musste sich der Gemeinderat Walsdorf mit einer Bauvoranfrage eines Bamberger Architekten befassen, welcher auf einer rund 6000 Quadratmeter großen unbebauten Fläche im Bebauungsplan "Unterer Baumgarten" 16 Reihenhäuser errichten möchte. Das Problem dabei ist, dass der Bebauungsplan , der aus den 1990er Jahren stammt, eine derartige Bebauung nicht vorsieht und zulässt.

Ein wichtiges Ziel des neuen Flächennutzungsplanes der Gemeinde ist es, die vorhandenen Baulücken in den Wohngebieten zu schließen und die Nachverdichtung zu fördern, um den zusätzlichen Flächenverbrauch für Wohnbebauung so gering wie möglich zu halten.

Änderungsbeschluss

Der Gemeinderat hat daher einstimmig einen Änderungsbeschluss des Bebauungsplanes "Unter Baumgarten" und die Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann. Auf dem Grundstück sollen 16 Reihenhäuser mit je 150 Quadratmetern Wohnfläche , einem Kellergeschoss und Stellplatz entstehen, die Häuser sollen vermietet werden.

Eine weitere Bebauungsplanänderung für den Bebauungsplan "Vorderer Weinbach II" wurde ebenfalls vom Gemeinderat beschlossen, da das Landratsamt Bamberg den vorliegenden Bauantrag eines örtlichen Bauträgers abgelehnt hat, obwohl der Gemeinderat sein Einvernehmen bereits erteilt hatte. Ein örtlicher Bauträger möchte hier ebenfalls eine Baulücke schließen und mit vier Einfamilienhäusern nachverdichten. Eine beantragte Nutzungsänderung für Wohnräume in einer vorhandenen Arztpraxis für weitere Praxisräume wurde im Gremium grundsätzlich befürwortet. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Anzahl der vorhandenen Stellplätze erweitert wird.

Die bei den neuen Eigentümern des Bebauungsgebietes "Erlau Süd" durchgeführte Umfrage für den zukünftigen Straßennamen brachte eine kleine Überraschung, da sich 75 Prozent der Eigentümer für den Namen "An der Aurach" entschieden und nicht für den im Gemeinderat favorisierten Namen "An der Furt".