Marion Krüger-Hundrup

Der große Zuspruch zur Erstaufführung im Oktober 2020 ermutigt die Bamberger Symphoniker , sich erneut in die Märchenwelt zu begeben: „Ruby Rot und das verhexte Horn“ lockte damals mehr Kinder an, als durch die coronabedingten Hygienevorschriften Platz auf der Bühne im Joseph-Keilberth-Saal der Konzerthalle finden durften. Viele bekamen daher kein Ticket mehr.

Doch nun können sich musikalische Einsteiger ab drei Jahren und jeweils eine erwachsene Begleitperson auf 30 Minuten Sitzkissen-Konzert freuen – und zwar live: Am Sonntag, 13. Juni, um 9.30 und 11 Uhr, startet das Abenteuer. Von dem fröhlichen Stück soll eine klare Botschaft ausgehen: „Trotz der Umstände durch die Corona-Pandemie können wir gemeinsam etwas Großartiges schaffen. Musik! Wir trotzen den Umständen!“, sagt Eduard Resatsch, mehrfach preisgekrönter Cellist der Bamberger Symphoniker und Komponist . Von ihm stammt die Partitur für „Ruby Rot und das verhexte Horn“ – eine zauberhafte Melodienfolge, die in einem rauschenden Finale endet.

Es ist eine Geschichte um Ruby Rot, die Geige , die sich mit ihren Freunden Kontrabass , Posaune , Klavier, Klarinette , Xylophon, Trommel zum Musizieren versammelt. Doch plötzlich gibt das Horn komische Geräusche von sich. Was tun, wenn sich herausstellt, dass die Hexe dieses verzaubert hat? Kann die magische Riesenglocke helfen oder eher ein gemeinsam gebrauter Zaubertrank? „Alle kämpfen gemeinsam um den reinen Klang des Horns, denn alle musikalischen Farben sind wichtig“, erzählt Eduard Resatsch das Märchen weiter, in dem die Kinder mit nach Lösungen gegen die schrägen Hornklänge suchen. Swantje Vesper unterstützt als Sprecherin die Suche.

Dieses „Sitzkissen-Konzert für Kinder “ gehört zu einem speziellen Konzertformat, das die Bamberger Symphoniker mit ihrem Education-Team anbieten. In kindgerechter Weise soll der Nachwuchs so an klassische Musik herangeführt werden: „Die jüngsten Bamberger können so mit den Symphonikern aufwachsen und schon früh eine Bindung zum Orchester eingehen“, wünscht Eduard Resatsch.