Aktuelle Bilder aus Indien sind mittlerweile aus den Medien nahezu verschwunden. Dabei spielt sich dort eine humanitäre Katastrophe ab: Bis zu 400 000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und Tausende von Toten täglich sind zu beklagen. Die Krankenhäuser sind überfüllt und überfordert , es fehlen Medikamente und vor allem medizinischer Sauerstoff sowie Beatmungsgeräte . Die durch den Lockdown arbeitslos gewordenen Tagelöhner und ihre Familien hungern.

Neben Spenden an in Indien tätige Hilfsorganisationen wie Caritas International möchte die Pfarrei St. Martin den Menschen auf dem Subkontinent, aber auch den in Bamberg lebenden Indern – etwa 100 sind allein bei der Sozialstiftung unter Vertrag – ihre Solidarität zeigen. So lädt die Pfarrei am Sonntag, 30. Mai, um 17 Uhr zu einer besonderen Maiandacht in die St.-Martins-Kirche am Grünen Markt ein. Unter dem Leitwort „Selig seid ihr“ aus der Bergpredigt Jesu nach dem Matthäusevangelium soll die Muttergottes Maria als Wegbegleiterin in der Krise um Beistand gebeten werden. Dabei wird auch an die durch die Pandemie belasteten Menschen hierzulande gedacht.

Der Sachausschuss „Eine Welt“ des Pfarrgemeinderates hat diese Maiandacht gestaltet. Mitwirkende sind unter anderem Kaplan Joseph Puthenchira, der aus dem indischen Bundesstaat Kerala stammt, indische Ordensschwestern , die in Bamberger Caritas-Altenheimen tätig sind, Pastoralreferent Sebastian König sowie Organistin Silvia Emmenlauer. mkh