An die mehrfach ausgezeichnete Autorin Silke Scheuermann vergibt die Universität Bamberg im Sommersemester 2021 die 34. Poetikprofessur. "Silke Scheuermanns Texte weisen eine große Themen- und Gattungsvielfalt auf, die zudem Anschluss an aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen bieten: Natur-Ethik, zwischenmenschliche Beziehungen, Leben in der Großstadt", begründet Prof . Dr. Andrea Bartl die Entscheidung in einer Pressemitteilung der Universität .

Bartl ist Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg und organisiert federführend die diesjährige Poetikprofessur. Sie hat die Lyrikerin und Prosa-Autorin Silke Scheuermann eingeladen, die vom 9. Juni bis zum 1. Juli vier öffentliche Poetikvorlesungen hält. Ergänzende Veranstaltungen sind eine Lyriklesung in Kooperation mit dem ETA-Hoffmann-Theater Bamberg , ein Creative-Writing-Workshop für Studierende und ein wissenschaftliches Kolloquium.

Ökologie und Tierethik

Silke Scheuermann erzählt in ihren Texten über generationsübergreifende Familien-, Liebes- und Beziehungskonflikte. Im Zentrum stehen vor allem ökologische und tierethische Herausforderungen. Mit dem Lyrikband "Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen" debütierte Scheuermann 2001. Darauf folgten weitere Lyrikbände, wie etwa "Der zärtlichste Punkt im All" (2004), "Skizze vom Gras" (2014) oder zuletzt "Und ich fragte den Vogel" (2015). Sie schrieb auch verschiedene Prosatexte wie "Reiche Mädchen" (2005) oder "Shanghai Performance" (2011) und den Roman "Wovon wir lebten" (2016). red