"Es geht weiter mit der Seniorenanlage Am Seebach", war als wichtiges Signal aus dem Frensdorfer Rathaus zu vernehmen. Obgleich die Sitzung im Saal des Museumsgasthofs einen etwas ungewohnten Verlauf nahm. In nichtöffentlicher Sitzung beschloss das Ratsgremium zunächst einstimmig, den Geltungsbereich der Bauleitplanung für die Seniorenanlage um rund 11 000 Quadratmeter zu verkleinern.

Der Grund sei, dass trotz vieler Gespräche mit einem Grundstückseigentümer keine Einigung erzielt werden konnte, so die Verwaltung. Nach Wegfall dieser Fläche bezieht sich der Planbereich nur noch auf das Seniorenzentrum und drei Wohnhäuser. Das künftige Pflegeheim mit sechzig Plätzen wird die Diakonie Bamberg/Forchheim als Träger übernehmen. Aufgrund der Verkleinerung des Geltungsbereichs muss die Entwässerung neu geplant und das Regenrückhaltebecken an anderer Stelle vorgesehen werden.

Kaum Einwände

Die Abwägung der Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan wie auch zum Bebauungsplan war ziemlich umfangreich, aber nicht problematisch. Von den Trägern öffentlicher Belange hatte es kaum Einwände gegeben. Lediglich der Fachbereich Wasserrecht im Landratsamt vertritt die Meinung, dass die Entsorgung des Schmutzwassers nicht ausreichend gesichert sei. In der Abwägung führt die Gemeinde einen Beschluss vom Herbst vergangenen Jahres an. Demnach sei die Kläranlage hydraulisch zwar an ihrer "rechnerischen Grenze, faktisch jedoch nicht überlastet". Zudem werde die Kläranlage derzeit neu berechnet.

Von privater Seite lag dem Gremium eine Stellungnahme vor, die vor allem den Grün- und Baumbestand betraf. Die Gemeinde räumt dazu ein, dass ein an der Straße liegendes Biotop durch die Maßnahme wohl beeinträchtigt werde. Der tatsächliche Umfang sei derzeit allerdings noch nicht ersichtlich. Dieser werde jedoch im Bebauungsplan berücksichtigt und werde sich auf die geforderten Ausgleichsflächen niederschlagen.