Als "zweigeschossiger Walmdachbau" wird die Sambacher Schule in der Denkmalliste geführt. Das um 1870 errichtete Gebäude in der Ortsmitte fügt sich mit Kirche und Jesuitenschlösschen zu einem ortsbildprägenden Ensemble zusammen. Was man dem in der Denkmalliste auch als "neuklassizistisch" betitelten Bau aber nicht ansieht: Die Schule, die auch die Grundschulkinder der Höchstadter Ortsteile Zentbechhofen, Jungenhofen, Greuth und Förtschwind besuchen, steht in ihrer Ausstattung anderen Schulstandorten keineswegs nach.

Jetzt soll die Sambacher Schule, wie auch die in Pommersfelden , digital aufgerüstet werden. Für zeitgemäße Technik will der Schulverband Pommersfelden alle zur Verfügung stehenden Fördertöpfe anzapfen, wie in der Sitzung des Schulverbands dessen Vorsitzender, Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS), betonte.

Zum einen steht der - bereits durch Bürgermeister Hans Beck auf den Weg gebrachte - Anschluss der beiden Schulen an Glasfaserleitungen an. Das gigabitfähige Glasfaserkabel bis ins Gebäude werde vom Freistaat mit 80 Prozent (maximal mit 50 000 Euro) gefördert, gab Dallner bekannt. Obwohl bei der Ausschreibung der Baumaßnahme nur ein Angebot eingegangen sei, stelle sich das Ergebnis günstiger dar, als vom Planungsbüro veranschlagt war: Laut Ausschreibung wird der Anschluss der beiden Schulgebäude insgesamt 59 772 Euro erfordern. Abzüglich der staatlichen Förderung von achtzig Prozent verbleiben dem Schulverband als Eigenleistung knapp 12 000 Euro.

Pommersfelden könne durch den gleichzeitigen Anschluss von Schloss Weißenstein an das Glasfasernetz (im Rahmen des Höfebonus-Förderprogramms) ein Teil der Kabel-Trasse gemeinsam genutzt werden. Dadurch ergebe sich ein Synergieeffekt, der eine Kostenersparnis zur Folge habe, war aus dem Rathaus zu hören.

Zudem will der Schulverband für die digitale Ausstattung seiner beiden Schulen so weit als möglich das bayerische "Förderprogramm Digitale Bildungsinfrastruktur an Schulen" in Anspruch nehmen.

Außer Zweifel stand in der Schulverbandssitzung, dass dieser Fördertopf eine einmalige Gelegenheit zur Optimierung der digitalen Ausstattung der Schulen darstelle. Allerdings musste als Voraussetzung ein schuleigenes Medienkonzept sowie die Entwicklung eines auf die Schulart zugeschnittenen Ausstattungsplanes ausgearbeitet werden.

Im Schulverband wurde daher in "Strategiegesprächen" mit Gemeinde, Schulleitung , Lehrkräften und einem Fachberater analysiert, auf welche Weise die Zielsetzung des Medienkonzepts optimal umzusetzen sei.

Sonderprogramm hilft

In der Sitzung wurde dann beschlossen, im Rahmen des Förderprogramms Ausstattungsgegenstände im Wert von rund 28 000 Euro für die beiden Schulstandorte in Auftrag zu geben. Die Verwaltung wurde außerdem beauftragt, unter Ausschöpfung des aufgrund von Corona aufgelegten Sonderprogramms Leihgeräte für Schüler sowie Dienstgeräte für Lehrer anzuschaffen.