Der östlichste Ortsteil Strullendorfs kann sich seit kurzem mit einem ganz besonderen Handwerksstück schmücken - dank der beiden " Bauherren " Konrad Kestler, weit über die örtlichen Grenzen als "der Wagner aus Zeegendorf" bekannt, und Adolf Hasenkopf, die in gut 250-stündiger Arbeit ein Wasserschöpfrad erschufen, das sicher mit seinem Durchmesser von fast zwei Metern viele Bewunderer finden wird.

An der Ecke Josef-/Marien-Straße ("in der Sutten") wurde das acht Zentner schwere Rad mit seinen acht Speichen auf beiden Seiten mittels eines Frontladers in den Zeegenbach, gut einen Kilometer von dessen Quelle entfernt, gehoben und fixiert. Bereits im Herbst 2019 präsentierten sie einen groben Entwurf auf dem Strullendorfer Herbstmarkt. "Das alte Rad war noch in Schuss, dann folgten Straßenarbeiten vor der Einbaustelle und auch Corona hat uns etwas zurückgeworfen", blickt der fast 81-jährige Kestler ("ich wollte eigentlich nur ausprobieren, ob ich so etwas auch fertig bringe") auf die lange Bauzeit zurück.

Das Werk ist letztlich nur den Hobbys der beiden zu verdanken und hat keine wasserwirksame Bedeutung. Während Kestler vorwiegend die Holzarbeiten ausübte, konzentrierte sich sein 65-jähriger Nachbar als gelernter Werkzeugmacher auf die 16 Schöpfräder.

Natürlich ist es ein echter "Hingucker" wenn das Rad mit in der Frühlingssonne glänzt, einen ganz besonderen Anblick bietet das Rad sicher auch im Winter. "Es war schon faszinierend, wenn man beim Vorgängermodell die Arbeit des Frostes sah und sich Eis bildete", weiß Konrad Kestler, dessen Schaffenskraft auch in seinem neunten Lebensjahrzehnt wahrlich unerschöpflich scheint.