Fast alle Wagneraufnahmen auf einer Festplatte ? Da braucht es nicht nur 3,5 Terabyte Speicherplatz, sondern vor allem eine große Sammelleidenschaft. Frank Schönenborn aus Aachen, hauptberuflich ein Fluglotse, ist ein solcher Nimmersatt, der sich mit Ausnahme der Frühwerke durch alle nur greifbaren Opernauszüge auf uralten Schallplatten ebenso durchgehört hat wie durch offizielle Gesamteinspielungen, TV-, Radioübertragungen und Streams. Er verfügt ganz real über einen tragbaren klingenden Wagner-Gral.

Vor zehn Jahren begann Schönenborn, seine Höreindrücke systematisch festzuhalten, herausgekommen ist dabei eine Wagner-Diskografie in drei Bänden. Dieses bei Königshausen & Neumann erschienene „Wagneruniversum“ auf Schellack, Vinyl, CD , DVD, Rundfunk , Fernsehen und Internet umfasst auf insgesamt 1332 Seiten rund 2250 Aufnahmen, aufgeteilt nach Werken des Bayreuth-Repertoires, d. h. „Holländer“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ in Band 1, die vier Werke der „Ring“-Tetralogie in Band 2, „Tristan“, „Meistersinger“ und „Parsifal“ in Band 3.

Zusammen mit dem in Bayreuth geborenen und aufgewachsenen Journalisten und Kritiker Klaus Kalchschmid aus München spricht Schönenborn auf Einladung des Richard-Wagner-Verbands Bamberg am heutigen Dienstag um 19.30 in der Kulturfabrik (Kufa) in der Ohmstraße 3 über seine Hörerfahrungen und seine Sammlung.

Dass er nicht alleine kommt, liegt auf der Hand, denn das Gespräch will deutlich machen, wie unterschiedlich auch und gerade bei Wagner die Geschmäcker sind.

Der Eintritt ist auch für Nichtmitglieder frei, eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten (ab einer Inzidenz von 50) per E-Mail an reisedienst-rwv-Bamberg@t-online.de ist wegen der nicht vorhersehbaren Corona-Lage obligatorisch.

Weitere Infos im Internet unter www.rwv-bamberg.de. red