Bei zwei Gegenstimmen entschied sich der Gemeinderat Reckendorf dafür, dem Archivpflegeverein des Landkreises Bamberg beizutreten, sollten alle Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft diesen Beschluss fassen. In Baunach war der Beitritt bereits in der Sitzung am 2. Februar positiv beschieden worden. Christian Chandon, Geschäftsführer des Archivpflegevereins, hatte zuvor im Gremium die Vereinsarbeit vorgestellt. Jede Kommune kann hier Stunden für eine Archivpflegekraft buchen.

Verzeichnis wird erstellt

In Reckendorf wird das Archiv zurzeit von Stefan Kühl, Geschichtsstudent aus Bamberg, betreut. Er ist angestellt bei Prof. Andreas Dornheim und soll insbesondere für das Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", das 2021 auch in Reckendorf begangen wird, recherchieren.

Zugleich erstellt er aktuell ein Verzeichnis über das Archivgut. Bisher war das Archiv von Archivarin Adelheid Waschka katalogisiert worden - sie wurde von der Gemeinde allerdings freigestellt.

Nach einer kurzen Beratung in Nichtöffentlichkeit trug Kühl einen Bericht vor - dieser Punkt war auf der Tagesordnung allerdings gar nicht vorgesehen, es sollte lediglich um den Beitritt zum Archivpflegeverein gehen. "Von Bürgermeister Deinlein bekam ich eine Liste mit einer Inventarisierung des Archivs", erklärte Kühl.

Viele Archivalien befänden sich im Rückgebäude hinter dem Rathaus und im Keller, die aktuellen Temperaturen seien hier aber für Archivgut zu niedrig. Somit mache ein neuer Raum Sinn. Der, so Chandon, müsse großzügig dimensioniert sein.

Man muss sich kümmern

Von Kreisarchivpflegerin Barbara Spies lag auch ein Bericht vor, den Bürgermeister Manfred Deinlein verlas. "Wir müssen uns weiterhin um unser Archiv kümmern, wobei manche Gemeinde diesem bislang deutlich weniger Beachtung geschenkt hat als wir", so Deinlein.