Die Verkehrspolizei Bamberg und die operativen Ergänzungsdienste des Polizeipräsidiums Oberfranken führten am Donnerstagnachmittag am Parkplatz Giechburgblick der A 70 eine mehrstündige Verkehrskontrolle durch. Beteiligt waren nicht nur Spezialisten für die Überprüfung des Schwerlastverkehrs , sondern auch zivile Fahnder , Diensthundeführer und uniformierte Einheiten des Einsatzzuges.

Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Thurnau hatten die Sperrung der Autobahn professionell vorbereitet, so dass alle Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 21.30 Uhr über den Parkplatz ausgeleitet werden konnten. Durch gezielte Selektierung von erfahrenen Fahndern wurden etwa 60 Fahrzeuge angehalten und überprüft. Zudem mussten sich mehrere Brummifahrer einer Schwerlastkontrolle unterziehen lassen. Alle anderen Reisenden konnten ohne größere Behinderungen ihre Fahrt fortsetzen, berichtet die Polizei weiter.

Positives Fazit

Ziel der Kontrolle war die Einhaltung der Vorschriften des Schwerlastverkehrs , der Straßenverkehrs- und Zulassungsverordnung und die Fahndung nach Straftätern aus den Bereichen der Diebstahls- und Rauschgiftkriminalität .

Nach über drei Stunden im strömenden Regen konnte der Leiter der Verkehrspolizei Bamberg ein positives Fazit ziehen. Insgesamt dreizehn Verstöße nach dem Fahrpersonalgesetz, in der Hauptsache wegen fehlender Aufzeichnungen bzw. nicht vorhandener Genehmigungen, wurden festgestellt. Dazu zwei Verstöße durch Überladung der Fahrzeuge und zwei weitere wegen fehlender Ladungssicherung. Es wurden drei Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht. Die Fahnder beschlagnahmten rund 10 Gramm Marihuana und entsprechende Utensilien. Ein 21-jähriger Fahrzeuglenker aus Bottrop musste sich zusätzlich wegen des Verdachts der Fahrt unter Drogeneinwirkung einer Blutentnahme im Krankenhaus Scheßlitz und einer erkennungsdienstlichen Behandlung bei der Bamberger Kriminalpolizei unterziehen lassen. Seine Weiterfahrt wurde unterbunden.

Verwunderlich, was Autofahrer in ihren Fahrzeugen mit sich führen. So kamen bei den Kontrollen noch zwei Einhandmesser, ein Schlagring und eine Schreckschusspistole zum Vorschein. Die gefährlichen Gegenstände wurden sichergestellt, ihre Besitzer nach dem Waffengesetz angezeigt. Ein tschechischer Staatsbürger musste nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft für das illegale Führen einer Schusswaffe zusätzlich eine Sicherheitsleistung in Höhe von 100 Euro hinterlegen.

Gefälschter Ausweis fliegt auf

Bei einem 39-jährigen Mercedes-Fahrer aus Polen fanden die Kontrolleure einen total gefälschten slowakischen Personalausweis. Nach Rücksprache mit der Bamberger Staatsanwaltschaft wurde der Ausweis beschlagnahmt und der Autofahrer durfte nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro seine Fahrt fortsetzen. Unterbunden wurde die Fahrt eines 24-jährigen Rumänen. Dieser transportierte auf einem Anhänger einen Porsche Cayenne. Nachdem der Mann gegen mehrere geltende Sozialvorschriften verstieß und zudem das zulässige Gesamtgewicht seiner Ladung stark überschritten war, musste er seine Weiterfahrt unterbrechen und zudem fast 500 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen. red