Es ist auf den Monat genau zwei Jahre her, dass der Jazzclub sein Domizil in der Sandstraße für Konzertgäste geöffnet hatte. Der lange Lockdown hat nun ein Ende. Denn ab 20. März heißt es im Jazzkeller „ Bühne frei“ für spannende, vielschichtige, abwechslungsreiche Musik. An diesem Tag startet der Club gleich mit einem Starkonzert, und zwar mit Ray Andersons „Pocket-Brass-Band“. Programm-Macher Roland Fuchs kündigt für die kommenden Monate ein volles Programm an. Und eine Verlängerung der Saison um einen ganzen Konzertmonat ist auch geplant. Statt bis Mai – wie in Vor-Pandemie-Zeiten – sollen Konzerte im Keller dieses Jahr bis Mitte Juni stattfinden.

Ein Highlight im März ist das Starkonzert mit dem Posaunisten Ray Anderson. In Chicago aufgewachsen, wurde er als Jugendlicher vom ganzen Spektrum der populären afro-amerikanischen Musik wie auch von Folk- und Rock-Sängern der Sixties beeinflusst. Seine „Pocket-Brass-Band“ ist den bluesigen Wurzeln des Jazz verbunden und schöpft mit großem Können aus der halben Musikgeschichte, wobei die Freiheit der Improvisation den Bandmitgliedern keine Grenzen zu setzen scheint. Das Konzert findet am kommenden Sonntag statt und beginnt schon um 19 Uhr.

Während Ray Andersons Auftritt eine Premiere darstellt, verspricht das Konzert des KUH-Trios am Samstag, 26. März, ab 21 Uhr ein Wiedersehen mit dem Prager Urgestein František Uhlír. Das Publikum kann sich auf packenden Swing mit Ausflügen in Latin- und Funk-Gefilde freuen. Das vielversprechende und vielfach ausgezeichnete Quintett Nico Theo beendet den Konzertmonat am Sonntag, 27. März, mit einem Sonderkonzert (Beginn 19 Uhr).

Das April-Programm wartet mit insgesamt fünf Konzerten auf. Es spannt einen Bogen von jungen Wilden aus der deutschen Jazz-Szene über internationale Besetzungen (Sisters in Jazz) bis zu Lokalmatadoren. Von den jungen Wilden sei das Jakob-Manz-Projekt besonders empfohlen, das am Samstag, 2. April, ab 21 Uhr den Keller zum Grooven bringen will. Ebenso das „Malstrom Trio“ am 23. April, dessen Name Programm ist.

Nicht fehlen darf auch dieses Jahr die Bamberger Institution „Schweinsohrselection“. Die Band ist am 29. April zu Gast. Nach 44 Jahren auf der Bühne sind bei dem Konzert zwei neue Sängerinnen, Laura Mann und Etienne Reinders, zu hören. Zudem tritt Steff Hänisch am Schlagzeug in die Fußstapfen des Gründungsmitglieds Waldi Bauer. So viel Neustart wie in dieser Zeit war selten. red