Michael Memmel

Die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken waren absehbar. Unsere gestrige Analyse der Bamberger Straßennamen mit dem Ergebnis, dass sieben Mal so viele Straßen nach Männern wie nach Frauen benannt sind, brachte die erwartbaren Wortmeldungen - von nur gelangweilt ("Probleme hat die Welt") über lustig-gelangweilt ("Oh mannomann....uups. sorry! Oh Frau oh Frau ...oder wie schreibt man* das jetzt??") bis nur lustig ("Gibt doch genügend! Benannt nach Erna Sack ( Opernsängerin ): Sackgasse.").

Eine ernste Rückmeldung erreichte uns jedoch von einem ehemaligen Stadtrat: Er habe im Kultursenat "gebetsmühlenartig bei jeder Gelegenheit den Wunsch vorgetragen, man möge doch Straßen nach den Romantikerinnen benennen, die mit Bamberg in Beziehung stehen, um mehr Frauennamen zu haben.” Auguste Böhmer, Meta Wedekind und Co. wurden daraufhin in die laufende Vorschlagsliste aufgenommen - mehr sei allerdings nicht daraus geworden. Da drängt sich doch ein neuer Straßenname auf, der zu Bamberg wirklich passen würde: An der Gebetsmühle. Eine perfekte Gegend für besonders geduldige Menschen.