Der Markt Burgebrach startet mit der Erweiterung des Schulzentrums ein Projekt in einer einmaligen Dimension mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 22,5 Mio. Euro, erläuterte Bürgermeister Johannes Maciejonczyk in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats.

Das Bauvorhaben wird in sechs verschiedene Teilprojekte eingeteilt und beansprucht eine Zeit von rund 3,5 Jahren. Der anhaltende Zuwachs der Schülerzahlen in der Grundschule und die große Nachfrage im Ganztagsbereich in der Grund- und der Mittelschule erfordern diese Maßnahmen.

Dipl.-Ing. Helge Bey und Dipl.-Ing. Jürgen Schrauth vom beauftragten Ing. Büro Haase & Bey, Karlstadt, erläuterten den aktuellen Planungsstand und die weitere Vorgehensweise. Zunächst wird ein neues dreigeschossiges Gebäude im Nordosten des Schulgeländes in der Grasmannsdorfer Straße gebaut, welches Mitte 2024 fertiggestellt werden soll. Hier entstehen im Erdgeschoss eine neue Mensa, ein Schülercafé und Übungsräume. In den beiden Obergeschossen sind zehn Klassenzimmer für die Mittelschule mit Gruppenräumen, Inklusionsräumen und Räumen für die Ganztagsklassen vorgesehen. Im Mittelpunkt sind hier jeweils Lernzentren geplant, wo Schüler gemeinsam Projekte bearbeiten, nach Schulende betreut werden oder die einfach als Treffpunkt dienen. Oberlichtfenster und Fensternischen bieten eine Transparenz zu den anliegenden Räumen und sorgen für eine helle Raumsituation. Der Speiseraum im Erdgeschoss kann bei Bedarf mit dem angrenzenden Musikzimmer für größere Veranstaltungen verbunden werden und wird technisch als Versammlungsstätte ausgelegt.

Farben wie im Buchenwald

Eine der Witterung angepasste Klimasituation wird durch Heiz- und Kühldecken erzielt. Das Farbkonzept wählte das Architekturbüro nach den Farben der Buchen im Steigerwald von braun über gelb, orange bis grün. Mensa und Speiseraum werden einen Industrieparkettboden erhalten. Für die Gänge sind Fliesenböden vorgesehen, in den Klassenzimmern Teppichböden für eine gute Akustik und eine wohnliche Atmosphäre, die über ein Hausschuhkonzept schonend genutzt werden sollen.

Die Kosten des Neubaus wurden auf 12,2 Mio. Euro geschätzt, Fördermittel sind in Höhe von 5,5 Mio.Euro zu erwarten. Im Jahr 2024 werden voraussichtlich Container zur vorübergehenden Unterbringung der Verwaltung, des Lehrerzimmers und der Mittagsbetreuung aufgestellt. Mitte 2024 bis Mitte 2025 soll der Grundschulbereich saniert und umgebaut werden.

Das alte Schulgebäude , welches im Moment die Mittagsbetreuungsgruppen beherbergt, soll überwiegend für eine büroartige Nutzung wie beispielsweise Beratungszimmer geplant werden. Prägnant ist im Grundschulbereich das neue Lernhauskonzept, bei dem neben jeweils drei Klassenzimmern ein Ganztagsraum entsteht. Am Nachmittag können dann zusätzlich die Klassenzimmer bei der Mittagsbetreuung genutzt werden. Dieser Bauabschnitt wurde vom Ingenieur- Büro auf Kosten in Höhe von 5,89 Mio. Euro geschätzt. Gleichzeitig wird auch die Mittelschule umgeplant. So wird neben weiteren Veränderungen die Schulküche künftig in der bisherigen Mensa eingerichtet. Ab 2025 sollen dann die Außenanlagen hergestellt werden, die Dipl.-Ing. Paul Böhmer von der Fa. Joma Landschaftsarchitektur , Bamberg, im Anschluss dem Marktgemeinderat vorstellte: Der Neubau soll einen grünen Rücken u. a. mit Bäumen erhalten, die schattige Zonen bieten. Östlich der Mittelschule ist ein Bereich für unterschiedliche Sport- und Spielangebote angedacht. Nördlich des bestehenden Spielplatzes ist die Errichtung eines Hartplatzes vorgesehen, der auch für außerschulische Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden soll. Westlich davon sind 100 überdachte Fahrradstellplätze angedacht. Zwischen dem bestehenden Mittelschulgebäude und dem Neubau im Norden sind Holzdecks mit Begrünungen geplant. Die Planungen wurden im Einvernehmen mit den Schulleitungen erstellt, die ihre Begeisterung auch in der Marktgemeinderatssitzung zum Ausdruck brachten. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Auch heuer werden in einigen der insgesamt 44 Spielplätze im Gemeindebereich Spielgeräte ausgetauscht oder ergänzt. Der Markt Burgebrach wendet dafür 37 000 Euro auf.