Sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch die Zahl der Corona-Patienten in den Klinken deuten auf eine leichte Entspannung der Infektionslage hin. Diese Bilanz zog die Koordinierungsgruppe Corona von Stadt und Landkreis Bamberg am Dienstagvormittag unter Vorsitz von Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke .

"Damit kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Der leicht rückläufige Trend muss sich zunächst stabilisieren", so der Landkreischef und das Stadtoberhaupt. Die Erfahrung der letzten Woche zeige, dass ein Ausbruchsgeschehen in nur einer Einrichtung diese Entwicklung umkehren könne. Zwei Einrichtungen in Stadt und Landkreis, so die Leiterin des Fachbereiches Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg , Susanne Paulmann, stehen in diesen Zusammenhang derzeit noch unter besonderer Beobachtung. Wurden in den letzten Wochen in der Spitze bis zu 80 Corona-Patienten in den drei Kliniken in Stadt und Landkreis Bamberg behandelt, so sind es aktuell (Stand 26. Januar) 51, davon 35 im Klinikum am Bruderwald, 16 in den beiden Kliniken der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft der Landkreises. Insgesamt 14 Patienten müssen derzeit intensivmedizinisch behandelt werden.

Die leichte Entspannung des Infektionsgeschehens schlägt sich auch in den Neuinfektionen nieder. Der bisherige Höchststand wurde hier in der 51. Kalenderwoche 2020 mit 441 Neuinfektionen registriert. In den ersten drei Wochen des neuen Jahres waren es 282, 262 und zuletzt 199 Neuinfizierte. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Teststellen aus. Diese sind nicht mehr - wie in den Weihnachtswochen - mit einer täglich dreistelligen Zahl von Wunschtestungen überlastet. Testergebnisse sind damit inzwischen auch wieder deutlich schneller von den Laboren zurück. Obwohl die Impfstoffbelieferung noch nicht stabil ist, konnte das Impfzentrum inzwischen die Erstimpfung in allen Pflegeheimen in Stadt und Landkreis anbieten. In einigen Heimen läuft bereits die Zweitimpfung. Mit neuem Impfstoff wird es Ende dieser Woche auch wieder Erstimpfungen von Personen über 80 Jahre geben. red