Der Kultur-Förderpreis der Stadt Bamberg wird 2021 an die Kulturfabrik „Kufa – Kultur für alle“ verliehen. Dies hat der Bamberger Stadtrat jetzt beschlossen und damit die einstimmige Entscheidung der Jury bestätigt, teilt die städtische Pressestelle mit.

Die Kufa, im November 2019 von der Lebenshilfe Bamberg ins Lebens gerufen, ist ein bundesweit einmaliges Projekt und versteht sich als ein Kunst- und Kulturzentrum für inklusive kulturelle Bildung und Kulturarbeit , in dem sich Menschen mit all ihren Besonderheiten ungezwungen begegnen und einbringen können. In ihrem eigenen Haus in der Ohmstraße bietet die Kufa nicht nur Raum für Aufführungen, sondern dient den Künstlergruppen der „Inklusiven Kulturwerkstatt“ als professionelle Probestätte. So haben dort kreative Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung ihre künstlerischen Fähigkeiten in den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik und Tanz zu entdecken und auszubilden.

Derzeit arbeiten dort das „Atelier Lebenskunst “ – Talentförderung im Bereich Bildende Kunst, die Percussion-Gruppe „Hörsturz“, die Sambagruppe „Ramba Zamba“, die Rock- und Popband „Sleeping Ann“, das Tanzensemble „Wackelkontakt“, das Theaterkollektiv „Tobak“ und der Chor „Auftakt“.

Durch Netzwerkarbeit und Kooperation mit Schulen, der offenen Kinder- und Jugendarbeit , der Otto-Friedrich-Universität und den Einrichtungen der Bamberger Kunst- und Kulturszene will die Kufa inklusive Prozesse im Kunst- und Kulturbereich initiieren und nachhaltig umsetzen. Ebenso sieht sie sich als Akteur in der freien Bamberger Kunst- und Kulturszene und stellt der freien Szene nicht nur Probe- und Auftrittsmöglichkeiten zur Verfügung, sondern startete in der Corona-Zeit das Unterstützungsprojekt „100 Prozent für die Kultur“.

Der Kulturpreis der Stadt Bamberg wird im jährlichen Wechsel als E.T.A.-Hoffmann-Preis oder als Kultur-Förderpreis verliehen. Beide Würdigungen sind mit einem Preisgeld von 6000 Euro dotiert. red