Am 26. Oktober 2017 durfte Bürgermeister Wolfgang Metzner mit Michaela Rügheimer erstmals in der Geschichte des Bamberger Jugendrings einer Frau zur Wahl als Vorsitzende gratulieren. Knapp vier Jahre später musste er coronabedingt bei der Wiederwahl für zwei weitere Jahre der bis heute sehr erfolgreichen SJR-Vorsitzenden auf die persönliche Gratulation in Präsenz verzichten. Um so herzlicher und voll des Lobes war sein würdigender und ermutigender Zuspruch an die Vorsitzende und an alle ehrenamtlichen Jugendvertreter. Metzner bat gleichzeitig darum, in den Bemühungen nicht nachzulassen, die vorhandenen gesetzlichen Spielräume für die außerschulische Jugendarbeit zu nutzen. Die Frühjahrsvollversammlung des Zusammenschlusses der gesamten Bamberger Jugendarbeit musste für ihre 39 Delegierten und 17 Gäste aufgrund der Pandemie online stattfinden.

Neben der Entlastung des Vorstandes mit Rechnungsprüfungs- und Jahresbericht standen bei dieser ersten digitalen Vollversammlung vor allem die Neuwahlen im Fokus. Ein Beweis für Kontinuität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit beim SJR ist die Tatsache, dass nicht nur die Vorsitzende Michaela Rügheimer (DPSG), sondern auch ihr Stellvertreter Stefan Lang von der Jugend des technischen Hilfswerks mit jeweils mehr als 90 Prozent der Delegiertenstimmen in ihrem Amt bestätigt wurden. Dass nachhaltiger Erfolg meist nur im gut funktionierenden Team zu schaffen ist, machte auch die Wiederwahl der Beisitzer im Vorstand deutlich: Angefangen bei Maria Burgis von der Bayerischen Sportjugend über Melanie Moroskow von der Schützenjugend bis zu Julia Mari (ehemals Deutsche Jugend in Europa) blieb ein großer Teil des einsatzbereiten Führungsteams erhalten.

Ämter neu besetzt

Da Benjamin Lulla jedoch in den Vorstand des Bezirksjugendrings Oberfranken aufgerückt ist, wird für ihn künftig Piak Mistele (ebenfalls Evangelische Jugend) seine Kreativität und neue jugendliche Ideen in den SJR-Vorstand einbringen. Genauso sieht es beim zweiten „Neuen“ im Führungsgremium des SJR aus: Paul Hummer (DGB-Jugend) wird seine Kompetenzen sicherlich mit der gleichen Intensität einbringen, wie der ausgeschiedene Claas Meyer (ebenfalls DGB), der den Jugendring aus beruflichen Gründen verlassen musste. Trotzdem hinterlassen sowohl der Abschied von Lulla als auch von Claas Meyer zunächst eine Lücke in der thematischen Schwerpunktarbeit, die erst noch geschlossen werden muss.

Um gelingende Jugendarbeit in Bamberg auch für die Zukunft gewährleisten zu können, stimmte die Versammlung insgesamt drei Anträgen des SJR-Vorstands zu: Sie unterstützt ab sofort auch offiziell das Anliegen des Klimaschutzbündnisses Bamberg und tritt diesem bei. Zuvor wurden die Anliegen des Bündnisses von Lotta Fröhlich und Riccardo Schreck vorgestellt. Beide zeigten sich erfreut, dass der SJR und seine Verbände künftig an gemeinsamen Projekten mitwirken.

Als Zweites beschloss die Versammlung, den Vorstand mit der konkreteren Festschreibung der Handhabung des städtischen Zuschusses „Freizeiten, Fahrten und Lager“ im zukünftigen Grundlagenvertrag des SJR mit der Stadt Bamberg zu beauftragen.

Zuletzt soll auch 2021 verstärkt die Jugendarbeit in Corona-Zeiten gefördert werden. Als Beschluss wurde gefasst, die coronabedingten Zuschussrichtlinien des SJR gemäß den bereits für 2020 angewandten coronabedingten Zuschussanträgen auch 2021 zu verwenden.

Abschließend lud die Vorsitzende Michaela Rügheimer die Verbände und Jugendlichen ein zur Beteiligung am Tag der Jugend am 3. Juli und zur Mitwirkung bei den Polittalk-Veranstaltungen zu den Bundestagswahlen am 15. Juli und am 15. September. Zur Herbstvollversammlung des SJR Bamberg im Oktober sollte dann die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Präsenz erfüllt werden können. red