„In einem gemeinsamen Schreiben von Landkreis und Stadt Bamberg haben wir die Regierung von Oberfranken erneut aufgefordert, zusätzliche Impfstoffkontingente für das Bamberger Impfzentrum zu liefern. Das wäre der gerechte Ausgleich für zusätzliche Lieferungen an benachbarte Kreise und Städte im Frühjahr“, so Oberbürgermeister Andreas Starke nach einer Sitzung des Corona-Krisenstabs.

„Die Inzidenzen um uns herum sind alle vergleichbar niedrig. Also wäre es jetzt an der Zeit, dem Bamberger Impfzentrum entgangenen Impfstoff als weiteres Sonderkontingent zuzuweisen. Wir impfen nicht langsamer als andere, wir erhalten nur nicht so viel Impfstoff wie andere Regionen“, betont Landrat Johann Kalb .

Kein Impfstoff für Erstimpfungen

Das Bamberger Impfzentrum liegt mit den in der vergangenen Woche durchgeführten Zweitimpfungen mit einem Plus von 5,2 Prozent über dem bayerischen Schnitt und erreicht eine Impfquote von 25,6 Prozent für die Zweitimpfungen. Die Quote für die Erstimpfungen stieg lediglich um 1,6 Prozent durch Impfungen der niedergelassenen Ärzte , da dem Impfzentrum kein Impfstoff für Erstimpfungen zugeteilt wurde.

Es gäbe leicht positive Signale, dass es auch wieder Impfstoff für Erstimpfungen geben könnte. Ansonsten müsse man Anfang Juli den Impfbetrieb einstellen. Betriebsärzte erhielten ihren Impfstoff aus dem Kontingent der niedergelassenen Ärzte , so dass hier entsprechend weniger geimpft werden könnte. Das Gesundheitsamt berichtete von niedrigen Infektionszahlen auch wenn die 7-Tage-Inzidenzen zuletzt wieder leicht gestiegen waren. Sowohl in Bamberg als auch in den Kliniken im Landkreis hat sich die Situation mit je drei Covid-Erkrankten deutlich entspannt.

Zur Einführung des digitalen Impfpasses wurde auf die Apotheken verwiesen, die hier bereits technisch angebunden seien. Die Schnellteststellen in Stadt und Landkreis Bamberg berichteten von deutlich rückläufiger Nachfrage. red