Selten waren die Kolpingmitglieder so zur Tatenlosigkeit verurteilt wie zu Zeiten der Corona-Pandemie. Jetzt gab die Mitgliederversammlung das Signal eines neuen Aufbruchs. Eine trotz zunehmender Corona-Problematik gut besuchte Mitgliederversammlung zeigt, wie wichtig es ist, soziale Gemeinschaft und „Familie“ gerade in angespannten Zeiten zu spüren.

Im Jahre 1855 wurde die Kolpingsfamilie Bamberg gegründet und nur zu Kriegszeiten war das Vereinsleben so zum Erliegen gekommen wie in den letzten 20 Monaten. Von daher war der Vorsitzende Wolfgang Burgis sehr erfreut, eine stattliche Anzahl von Mitgliedern zu dieser Generalversammlung im Heinrichssaal des Kolpinghauses begrüßen zu können.

Präses Prof . Alfred Hierold erinnerte in seinem geistlichen Wort an das Vorbild Adolph Kolping . Kolpings Grundsätze – die Zukunft fest im Blick haben mit der Familie als kostbarstem Besitz – hätten mehr denn je Gewicht.

Kassier Achim Nehr gab Auskunft über den Kassenstand. Die Kassenprüfer hatten nichts zu beanstanden, so dass hier einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Soziales Engagement wird auch bei der Kolpingsfamilie Bamberg großgeschrieben. Die seit Jahrzehnten von ihr durchgeführte „Aktion Weihnachtsbasar“ erbrachte wieder ein gutes finanzielles Ergebnis, mit dem eine Kolpingschule im Partnerland Nicaragua, eine Kolping-Kindertagesstätte in Rumänien und die Missionsarbeit in Südafrika unterstützt wurden.

Zweite Vorsitzende Monika Flanse zeigte auf, welche der vielen geplanten Veranstaltungen nicht dem Lockdown zum Opfer gefallen sind, etwa der Jahresausflug nach Burghausen, die Bergmesse im Rupertiwinkel oder der Besuch der Landesgartenschau in Ingolstadt. Auch Vorträge zum Thema „Nahtoderfahrung“ „Genitalverstümmelung“ oder unter dem Titel „Der synodale Weg“ wurden angeboten. Stadtführungen, Familienwanderungen, Radtouren, Schafkopfturnier und gesellige Veranstaltungen et cetera rundeten das abgespeckte Corona-Programm ab. Leider mussten in diesem Jahr einige größere Veranstaltungen entfallen, wie zum Beispiel das Heinrichsfest oder die bayernweite Landeswallfahrt des Kolpingwerkes, die in Bamberg stattfinden sollte.

Beständigkeit und Bewegung

Wenn auch viele der geplanten Veranstaltungen nicht durchgeführt werden konnten, lag das Vereinsleben nicht ganz brach. Fanden doch 33 Veranstaltungen statt, welche von 540 Personen besucht wurden. Die Mischung aus Beständigkeit und Bewegung hält die Kolpingsfamilie aktiv. So ließe sich die Bilanz zusammenfassen.

Auf der Tagesordnung standen noch Termine, die ihren Schatten vorauswerfen. So soll im kommenden Jahr die Wallfahrt nach Rom zum Anlass „30 Jahre Seligsprechung von Adolph Kolping “ nachgeholt werden, ebenso die ausgefallene Friedenswanderung des Internationalen Kolpingwerkes in Maribor, Slowenien, oder auch das abgesagte Besinnungswochenende. Josef Wachtler