Die Kolpingsfamilie Bamberg ehrte treue Mitglieder und nahm fünf neue Mitglieder auf.

Der Handwerker und Priester Adolph Kolping hat ein Werk gegründet, das heute weltweit arbeitet. Mit einem Gottesdienst und einer Gedenkfeier würdigte die Kolpingsfamilie Bamberg das Leben dieses Mannes, der den Handwerksgesellen und Arbeitern ein Gesicht gegeben hat. Kolping hat die Augen der Menschen im Zeitalter der Industrialisierung geöffnet für die sozialen Fragen. Ein Meilenstein. Adolph Kolping ist, wie die Bamberger Vereinigung unterstreicht, ein Geschenk an diese Welt bis heute.

„Traditionen sind wichtig und wertvoll, auch und besonders bei Kolping“, so der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bamberg , Wolfgang Burgis, bei der Kolpinggedenktag-Feier. Doch man sollte sie von Zeit zu Zeit hinterfragen und sich ihre Bedeutung bewusst machen, sagte er. Dann können sie laut Burgis auch an folgende Generationen weitergegeben werden und ihnen in Zukunft Kraft geben. „Unsere Traditionstermine stellen uns die Frage: Geht es uns um schöne Rituale oder lassen wir uns in den Dienst nehmen wie Adolph Kolping ? Er hatte immer den Menschen im Blick, der in dieser Welt lebt.“ Burgis hob Kolping als Vor- und Leitbild hervor. Kolping habe moderne Ideen gehabt, die noch heute aktuell seien.

Die Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder war ein Höhepunkt des Kolpinggedenktages. Wenn Mitglieder für eine 65-jährige Mitgliedschaft geehrt werden und sich diese immer noch aktiv einbringen, ist das ein Grund, Dank und Anerkennung auszusprechen. So wurden Werner Hallschmid. Karlheinz Kuhn, Clemens Markert und Ehrenmitglied Norbert Seiler für ihre 65 Jahre Mitgliedschaft die Urkunden des Kolpingwerkes durch Burgis überreicht. Ausgezeichnet wurde auch Andrea Gaksch für 40 Jahre Treue zur Kolpingsfamilie . Es sei wichtig, dass man durch sein Handeln und Leben in Familie, Beruf und Freizeit zeige, dass man Mitglied der Kolpingsfamilie ist und auch darauf stolz ist, so der Vorsitzende. Er sprach den Jubilaren Dank und Anerkennung aus.

Zum Kolpinggedenktag spielte die Bamberger Vereinigung via Mediathek die Rede des neuen Generalpräses Christoph Huber ein. Huber sprach bei seiner Einführung in der Minoritenkirche in Köln. Er kommt gebürtig aus Bayern, wo er ab 2010 Landespräses im Kolpingwerk Bayern war.

Der neue Generalpräses betonte die Vorbildfunktion Kolpings auch und gerade in der heutigen Zeit. Dazu gehört laut Huber der Kolpingansatz, sich um den Einzelnen zu kümmern und die Würde eines jeden Menschen zu achten. jw