Seit Jahrzehnten geht Nikolaus Kunzelmann im Herbst von Haus zu Haus, um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um Spenden zu bitten und so den Gefallenen der Weltkriege ein ehrendes Gedenken zu erhalten. Wie viel Geld dabei zusammen kam, lässt sich nur schwer schützen. Tausende Mark, später Euro, mögen es gewesen sein. Dafür wurde er nun in der Jahresversammlung des Soldaten- und Kameradschaftsvereins mit der Ehrennadel in Weiß-Gold ausgezeichnet.

„Wir haben einen Mann zu ehren, der sich für die Kriegsgräberfürsorge schon sehr lange engagiert“, sagte Vorsitzender Gerhard Senger voller Stolz. Stellvertretend für Bezirksvorsitzende Heidrun Piwernetz und Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer überreichten er und Bürgermeister Michael Senger Ehrenurkunde und -nadel.

58 Mitglieder zähle der Soldaten- und Kameradschaftsverein derzeit, informierte Vorsitzender Gerhard Senger in seinem Rückblick. In der Schießgruppe seien alleine 40 davon. „Was wir heuer machen können, müssen wir kurzfristig entscheiden. Je nachdem, was die Corona-Zahlen zulassen.“ Eines ist schon sicher: Das große Dorffest wird es auch heuer nicht geben. Wie der Volkstrauertag, der heuer in Oberleiterbach wäre, gestaltet werden kann, ist unklar. Ein Kranz aber wird sicher niedergelegt. Dennoch war der Soldaten- und Kameradschaftsverein nicht untätig. Zum einen kamen bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge im November 2020 wieder 375 Euro zusammen. Zum anderen wurde großzügig gespendet: Die Zapfendorfer Kindertagesstätten Sankt Franziskus und Sankt Christophorus erhielten vom SKV Oberleiterbach jeweils 500 Euro, das Kinderhospiz Bamberg 500 Euro, die Kirchenverwaltung Sankt Laurentius Oberleiterbach 400 Euro und die Dorfjugend 100 Euro.

Stephan Metzner, der Leiter der Schießgruppe, hatte pandemiebedingt nur von zwei Veranstaltungen zu berichten. Das Gaudischießen und ein Pistolenschießen fanden noch statt, dann kam der Lockdown. Ab August, so Metzner, lasse die Scharfschützengesellschaft Ebensfeld ihre Schießstände am Wolfsanger mit hohem finanziellen Aufwand modernisieren, zum Teil sogar vollelektronisch. „Unsere Hoffnung ist, dass es im Schießsport im kommenden Jahr wieder in geregelte Bahnen geht“, so der Schießwart. Gerne werde der SKV weiter am Wolfsanger schießen, die Konditionen für Partner-Vereine nach der Modernisierung aber seien noch nicht bekannt. Finanziell steht der Verein solide da. Die Schießgruppe erwirtschaftete ein Plus. Alfons Hennemann und Eduard Herold hatten akribisch geprüft. Martina Drossel