Ein Bauantrag über eine Teil-Rekonstruktion eines spätkeltischen Zangentores unterhalb des Staffelbergs, eingereicht vom Landkreis Lichtenfels, war Gegenstand bei der jüngsten Sitzung des Bau-, Grundstücks- und Umweltausschusses. Diese Rekonstruktion auf den Flurnummern 980 und 985 der Gemarkung Horsdorf solle sich über eine Länge von circa zwölf Metern erstrecken und sei vorrangig als Hangsicherungsmaßnahme geplant. Die Gestaltung orientiere sich dabei an den historischen Vorbild einer keltischen Pfostenschlitzmauer, entnimmt man dem Antrag. Die darin enthaltenen Holz-Stelen sollen an den Standorten der ursprünglichen Mauerpfosten verortet werden.

Das Vorhaben liege zwar im Außenbereich, befand das Gremium, könne jedoch aufgrund seiner besondern Lage, seiner historischen und touristischen Bedeutung und des großen öffentlichen Interesses ausnahmsweise zugelassen werden. Das gemeindliche Einvernehmen wurde somit einstimmig erteilt, nachdem zuvor Fragen zum Vorhaben gestellt wurden. Von der ursprünglichen Idee und Planung sei man ja abgekommen, informierte Bürgermeister Mario Schönwald, der die Sitzung leitete – übrigens das erste mal wieder im Rathaus anstatt in der Adam-Riese-Halle.

Zu Sandra Nosseks Nachfragen in Sachen Transport der Baumaterialien oder wer jetzt die ganzen Baukosten übernehme, konnte der Bürgermeister nur mit „es steht noch nichts Genaues fest“ antworten.

Viel Redebedarf gab es bei einer Bauvoranfrage über die Errichtung einer Einzäunung eines Grundstückes mit Wochenend- und Ferienhäusern in der Gemarkung Unnersdorf. Die Häuser dort würden geduldet, aber von Seiten der Stadt bestehe kein Bestreben, ein Freizeitgelände zu entwickeln, erklärte Michael Hess vom Stadtbauamt die Situation. Die gewünschte Einzäunung sei genehmigungspflichtig und würde den Charakter einer „Splittersiedlung“ noch verstärken. Seine Empfehlung laute also, diese Bauvoranfrage nicht zu genehmigen.

Alle Bauten genehmigt?

Zuschauer Winfried Ernst bat um das Wort, das ihm auch ausnahmsweise erteilt wurde. Er versicherte, dass die Bauten genehmigt worden seien. Einig waren sich alle Gesprächspartner, dass die bestehenden Häuser dort Bestandsschutz hätten. „Was in Zukunft dort schwarz gebaut wird, wird das Landratsamt prüfen“, so Michael Hess.

Die gewünschte Einzäunung soll laut Antragsteller mit einfachen Holz- oder Metallpfosten und einem Gitter aus Maschendraht oder Holz errichtet werden. Ob es denn keine andere Möglichkeit einer Einfriedung gebe, wollte Stadträtin Sandra Nossek wissen. Vielleicht eine Hecke pflanzen, hörte man einzeln Stimmen. Auch im Wald oder bei Ackerflächen im Außenbereich seien Einzäunungen genehmigungspflichtig, wusste Stadtrat Manuel Schrüfer. Abstimmungsergebnis am Ende: Nur drei Mitglieder des Gremiums befürworteten die Bauvoranfrage, die anderen sprachen sich dagegen aus.