Der älteste Dorfbewohner von Kirchschletten, Ludwig Hennemann, beging seinen 90. Geburtstag coronabedingt im engsten Familienkreis. Es gratulierten die drei Söhne mit Frauen, acht Enkel und drei Urenkel. Zu den Gratulanten gehörte auch Erster Bürgermeister Michael Senger aus Zapfendorf .

Ludwig Hennemann wurde am 17. Februar 1931 als Sohn von Heinrich und Barbara Hennemann als drittes von vier Geschwistern in Kirchschletten geboren. Nach dem Besuch der Volksschule (der heutigen Pilgerherberge der Abtei Maria Frieden) absolvierte er eine Ausbildung zum Landwirt an der Landwirtschaftsschule in Bamberg, um anschließend den elterlichen Bauernhof im Vollerwerb zu übernehmen und nach und nach auszubauen. 1960 heiratete er die aus Pünzendorf stammende Margareta Strohmer. In der damaligen selbstständigen Gemeinde Kirchschletten war er langjähriger Gemeindekassier bis zur Eingemeindung nach Zapfendorf im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1972. Mittlerweile ist der Jubilar der letzte noch lebende Gemeinderat dieser aufgelösten Gemeinde.

Auch in vielen anderen öffentlichen Bereichen war Hennemann im Laufe seines Lebens tätig, unter anderem als Kassier bei der Gründung des Feuerwehrvereins Kirchschletten, wo er bis heute noch passives Mitglied ist. Über 20 Jahre lang bekleidete er das Amt des Ortsobmanns des Bayerischen Bauernverbandes .

Im Diensten der VHS

Auch die Außenstelle Kirchschletten der VHS Bamberg-Land leitete Ludwig Hennemann über viele Jahre, für dieses Engagement bekam er als einer der ersten vom Landrat des Landkreises Bamberg die Ehrenamtskarte überreicht. Er war Mitglied der Feldgeschworenen und freiwilliger ehrenamtlicher Helfer bei vielen Festen des Obst- und Gartenbauvereins Oberoberndorf - Kirchschletten - Reuthlos.

Viele Jahre nahm Ludwig Hennemann auch noch im hohen Alter an der 140 Kilometer langen Medlitzer Fußwallfahrt ins schwäbische Walldürn teil und zehnmal an der zehntägigen und 510 Kilometer langen Fahrradwallfahrt der KLB Bamberg ins schweizerische Flüeli.

Seit dem Tod seiner Frau Margareta nach 55 Jahren Ehe im Jahre 2015 lebt der Jubilar zusammen mit seinem Sohn und Hofnachfolger Siegfried und dessen Ehefrau Ruth, die ihn immer bestens versorgt, noch immer im elterlichen Anwesen in der Ortsmitte von Kirchschletten. Seine Geschwister samt Ehegatten sind mittlerweile leider verstorben. Der Jubilar erfreut sich auch im hohen Alter bester Gesundheit und hofft darauf, nach den Corona-Beschränkungen bald schon wieder regelmäßig zum Schwimmen die Obermain-Therme Bad Staffelstein besuchen zu können. red