"Gesunde Partnerschaft in Corona-Zeiten " nennt sich ein Podcast, den der SkF Bamberg (Sozialdienst Katholischer Frauen) zusammen mit Beratungsstellen online anbietet. Denn auch Partnerschaften und Familien sind in dieser Zeit auf eine besondere Probe gestellt. Wie man Krisen besser bewältigen kann, aber auch welche Chancen in dem ungewohnt langen engen Miteinander liegen, erörtern die Psychologin Irmgard Pees und Pastoralreferent und Eheberater Alfons Staudt im Gespräch mit dem Journalisten Christian König. Pees und Staudt sind Mitarbeiter der Bamberger Beratungsstelle für Ehe- und Partnerschafts-, Familien- und Lebensfragen des Erzbistums Bamberg .

Corona hat das Leben seit dem Frühjahr 2020 mehr oder weniger einschneidend verändert. Viele Menschen fühlen sich hierdurch verunsichert und zum Teil auch deutlich psychisch belastet. Gerade auch Eltern leiden darunter, dass ihnen etwa die schulische Betreuung ihrer Kinder aufgetragen ist, dass Kontakte zu anderen Menschen kaum möglich sind und dass die Belastung durch den erneuten Lockdown jetzt schon länger andauert.

Im Gespräch mit König sprechen Pees und Staudt von den Problemen, die Familien und Partnerschaften belasten. Dazu gehören unter anderem finanzielle Probleme oder auch das Wohnen auf engem Raum. Homeoffice und Homeschooling parallel zu bewältigen, stelle für viele Familien eine große Herausforderung dar. Auch sei man, da derzeit Ablenkung durch Freizeitaktivitäten nicht möglich sei, gezwungen miteinander zurechtzukommen.

"Sehen, wo es brennt" sei die Aufgabe der Mitarbeiter der Beratungsstelle . Erste Anregungen geben Pees und Staudt im Interview. Ganz wesentlich sei es, in dieser schwierigen Zeit miteinander im Gespräch zu bleiben, Stressfaktoren nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. "Wie haben Sie bisher Krisen bewältigt", fragt Pees. Hilfreich sei es, sich auf bereits vorhandene Ressourcen zu besinnen. Und es sei wichtig, zu erkennen, dass auch viele andere diese Krise zu bewältigen haben.

Staudt riet auch zur Selbstreflexion. Es helfe nicht weiter, den Partner mit Vorwürfen zu bedenken. Die Berater empfehlen, auch einmal die Perspektive zu wechseln und das Verhalten des Partners von dessen Seite aus zu betrachten. "Gut miteinander reden, im Gespräch bleiben und nicht alles auf die Goldwaage legen, aber auch nicht den Humor verlieren", ist ein Rat. "Pflegen Sie Ihre Beziehung - es lohnt sich", empfiehlt Pees.

Der Podcast "Gesunde Partnerschaft in Corona-Zeiten " kann auf der Homepage des SkF (www.skf-bamberg.de) abgerufen werden. Ansprechpartner für Probleme im Bereich Ehe , Partnerschaft und Familie ist die Psychologische Beratung bei Ehe- und Partnerschafts-, Familien- und Lebensfragen des Erzbistums Bamberg , Telefon 0951/201000, efl.bamberg@erbistum-bamberg.de. Beratungsgespräche können persönlich, aber auch per Video oder per Telefon erfolgen und sind kostenfrei. Weitere Beratungsstellen in der Erzdiözese sind auf der Homepage www.psychologische-beratung.erzbistum-bamberg.de verzeichnet. Die Adressen von Ansprechpartnern für psychische Probleme sind enthalten im Psychosozialen Beratungsführer für Bamberg /Forchheim (www.psbf-bamberg.de).