"Ein Bild, das sich bis ins letzte Detail beschreiben lässt, braucht man nicht mehr zu malen." So Gert Ressel, Maler und Kommunikationsdesigner, der zwischen seinen Wohnorten in Altenkunstadt-Burkheim und Köln pendelnd, vom 8. März bis 26. April in Bamberg Station macht.

"Schprachloses Glück ", so der Titel der Ausstellung einiger seiner Werke in den Räumen des BBK - Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler - in Bamberg (Schützenstraße 4). Zu sehen sind die Bilder durch die Schaufenster des Verbandsbüros, das donnerstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet ist.

Im Mittelpunkt seiner Arbeiten, so Ressel, steht der Mensch. In all seinen gesellschaftlichen Verwicklungen - glücklichen oder gescheiterten. Der Maler Ressel lässt einen schier voyeuristischen Blick auf seinen Protagonisten - eine männliche Figur undefinierten Alters - zu. Zwischen Ölmalerei und Cartoon - immer pointiert, satirisch, zynisch oder schmunzelnd eingefangen. Gert Ressel versteht es, auf den Punkt zu kommen, als Provokateur zu agieren. Nicht bierernst, aber immer mit einem fast schon spitzbübischen Lächeln in den Augen.

Gert Ressel zu seinen in Bamberg gezeigten Werken: "Meine Bilder pendeln in ihrem Blick auf die Welt zwischen banalen Motiven (Straßenkehrer) und gelegentlich erhabenen Themen (Auslöschung).

Die Spannweite ist insgesamt freilich größer und lässt Raum für private Obsessionen (Heimsuchung) genauso wie für surreal erscheinende Situationen (Was mache ich hier eigentlich?)."

Ressels Arbeiten teilen dem Betrachter etwas über die Welt mit, ohne diese wörtlich zu zitieren. Gert Ressel geht es nicht zuletzt auch um die Frage nach der Wahrheit des Scheins. Denn für ihn gilt: "Malen ist die Hingabe eines Menschen an seine Leidenschaft."

Zur Person

Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf für das Höhere Lehramt sowie an der Universität zu Köln Kunstgeschichte , Archäologie und Geschichte. Hier promovierte er in mittelalterlicher Baugeschichte . Anschließend war er als Gymnasiallehrer tätig und hatte einen Lehrauftrag für Kunstdidaktik und Bauaufnahme an der Bergischen Universität Wuppertal sowie eine Professur für Sozial- und Kulturwissenschaft an der IB-Hochschule Berlin .

Als bildender Künstler präsentierte sich Gert Ressel in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen. So zum Beispiel im Stadtmuseum Köln, in der Galerie Kraushaar Düsseldorf, im Leopold-Hoesch-Museum Düren oder im Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg. red