Die Katholische Jugend Bischberg (kjb) ließ sich auch im zweiten Coronajahr nicht kleinkriegen und gestaltete als einzige im Landkreis wieder eine Jugendchristmette. Wie gewohnt begann sie um Mitternacht in der Kirche St. Markus, wo die Band mit dem Lied „Komm herein und nimm dir Zeit“ musikalisch auf die Feier einstimmte.

Die Jugendlichen Lorena, Laura, Julian, Magdalena und Lukas hatten unter der Regie der rührigen Verena Durmann die Mette unter das Motto „Rent a Double! Weihnachtszeit – Doublezeit“ gestellt. Laura Durmann begrüßte als Chefin der Double-Agentur die trotz Coronabeschränkungen zahlreichen Besucher. Ganz anders als sonst sollten diese ihr Handy nicht stummschalten, sondern den über Beamer gezeigten Menticode aufrufen und mitteilen, was sie an Weihnachten am meisten störe, was sie nicht leiden könnten oder sie anstrenge.

Im zweiten Anspiel stellte sich das neue Unternehmen vor und versprach, dass es sich explizit um diese Bedürfnisse rund um Weihnachten kümmere, damit die Kunden ein perfektes Weihnachtsfest ohne Stress und Trubel genießen könnten. Die ausgewählten Doubles nämlich übernähmen das. Sie erledigen zum Beispiel das Baumaufstellen, Dekorieren, das Geschenkeeinpacken, die langen Autofahrten zu den Verwandten. Die Bestseller letzten Jahres waren die Kirchenbesuche , Weihnachtsbaumschmücken, Geschenkebesorgungen und Familienessen. Damit alles super gelinge und die Entlastung groß sei, brauche man aber eine digitale Expertise. Auf weiteren Folien zeigte Durmann dann Stresslevel- und Healthiness-Skalen, Kundenrezensionen und verwies auf die permanente Weiterbildung ihrer Doubles. Rückgaberecht und eine Weihnachtsversicherung runden das Paket ab. Als aber ständig das Handy bimmelt und die Kunden Schlange stehen, sieht und hört man, dass es auch in der Agentur hektisch wird. Da kommt Sarah zu ihrem großen Auftritt. Sie verweist auf Maria und Josef und die Krippe, wo auch nicht alles perfekt zuging, und sagte: „Aus Liebe zu den Menschen kam Jesus auf die Welt. Wichtig ist, die Liebe, die Gott uns durch seinen Sohn geschenkt hat, weiterzugeben. Und dafür braucht man kein Double.“ Diesen Gedanken griff auch Pfarrer Norbert Bergmann in seiner Predigt auf. „Wir sind selbst gefragt und Weihnachten muss nicht perfekt sein. Gott liebt uns so, wie wir sind, also haben wir den Mut, auch einmal nicht perfekt zu sein.“ Joseph Beck