Wie bei vielen anderen Veranstaltungen schon beobachtet, ist der „Hunger“ nach Aktivitäten und geselligem Beisammensein sehr groß, so auch bei der Strullendorfer Kerwa, die vom Darts-Club „Paradiesvögel“ in bewährter Weise wie schon seit 2012 bestens organisiert wurde.

54. Umzug

Auch der traditionelle Kirchweihumzug – übrigens bereits zum 54. Mal – stieß nach der dreijährigen Durststrecke auf große Resonanz.

Bei herrlichem Kirchweihwetter zogen 26 Wagen und Fußgruppen durch die Großgemeinde, ehe am Kirchweihplatz vor der Hauptsmoorhalle durch die Kerwasbuam der Baum aufgestellt wurde.

„Der Platz hat sich jetzt endgültig fest etabliert. Es gibt einen Shuttle Bus und die Lage am Hauptsmoorwald ist idyllisch“, freute sich Christian Zapf, der als DC-Vorstand federführend plante und organisierte und sich über die hohe Besucherzahl freute.

Dem pflichtete auch der Erste Bürgermeister Wolfgang Desel bei: „Der Standort wurde angenommen, Besucher und Schausteller sind zufrieden. Es gibt auch kein Lärm-Problem. Natürlich kann man auch über eine Kirchweih im Dorf reden, allerdings nur wenn ein vernünftiges Konzept vorliegt.“

Geldspende für Gewinner

Der Gemeinde-Chef durfte dann zum Kirchweih-Ausklang auch die als beste gewählten Wagen und Gruppen mit einer Geldspende belohnen. Während bei den Fußgruppen auch mehr Konkurrenz herrschte und ein enges Rennen zu erwarten war (es siegte die Tanz- und Spielgruppe der RMV Concordia ), hatte bei den Wagen die Laienspielgruppe Kulturbanausen mit ihrem Motto „Wir machen Strullendorf autark“ erwartungsgemäß die Nase vorn.

Begeisterung bei Zuschauern

Der Bio-Gas Energiepark („Mit frischem Wind aus unseren Hintern, können wir locker überwintern!“), der sogar mit einer „Princess of Gas“ als Eyecatcher aufwartete, begeisterte die Besucher, die sich über die entblößten (Plastik)-Hinterteile köstlich amüsierten.

Vier Festtage an der Hauptsmoorhalle, die Menschen lechzen wieder nach ihren traditionellen Festen, die Kerwa 2022 ist der beste Beweis.