In Pettstadt hatte man unlängst beschlossen, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und zur Schaffung einheitlicher Vorfahrtsregeln zu ergreifen. Entsprechende Verkehrsschilder wurden bereits bestellt, hieß es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Nun hatten Anwohner des Kapellenweges die Beibehaltung der Einbahnstraßenregelung im Baugebiet Kapellenäcker beantragt und legten eine Unterschriftenliste vor. Aus ihrer Sicht würde sich die Sicherheit der Kinder erheblich verschlechtern, ein Gefahrenpotential beim Einbiegen und Einfahren im Bereich der Hauptstraße geschaffen und parkende Autos keine beidseitige Befahrung der Straße ermöglichen.

Polizei und die Untere Verkehrsbehörde beim Landratsamt hatten im Zuge der Einführung einheitlicher Vorfahrts- und Verkehrsbeziehungen in Pettstadt die Situation an der Kreuzung zur Hauptstraße sowie die Fahrbahnbreite bewertet und die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung vorgeschlagen. Durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h soll die Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer geschaffen werden.

Haltestelle wird verlegt

Der Gemeinderat beschloss nach eingehender Diskussion, am Projekt „schilderlose Gemeinde“ festzuhalten und die Einbahnstraßenregelung im Kapellenweg aufzuheben. Die Auswirkungen sollen ein halbes Jahr beobachtet und dann gegebenenfalls neu bewertet werden.

Im Zuge der Abstimmung mit den Busunternehmen (Stadtwerke und OFV) hatte sich ergeben, dass die gewählten neuen Standorte für die Bushaltestellen „Pettstadt-Mitte“ nicht die (verkehrs-)rechtlichen Voraussetzungen für Haltestellen erfüllen. Es fehlt jeweils der erforderliche ca. zwölf Meter lange Gehweg im Haltestellenbereich, dessen Bordstein vom Bus gradlinig angefahren werden kann. Bei einem Ortstermin wurde entschieden, dass die Haltestelle auf der nördlichen Seite der Hauptstraße nicht verlegt werden kann.

Wegen des breiteren Gehweges und der kleinen Vorgärten ist die Belastung der Anwohner durch an- und abfahrende Busse nicht so stark.

Die Haltestelle auf der südlichen Seite kann dagegen übergangsweise um zehn Meter nach vorne, vor das nicht bewohnte Anwesen Hauptstraße 12, verlegt werden. Dazu ist das Haltestellenschild an die nordöstliche Hausecke des Anwesens Hauptstraße 12 zu versetzen. Mit einer Sperrmarkierung in der Parkbucht vor dem Anwesen Hauptstraße 10 ist eine geradlinige Anfahrt des Busses zur Haltestelle möglich.

Eine dauerhafte Versetzung der Haltestelle in den Straßenbereich wäre nur durch eine Verbreiterung des Gehweges vor der Haltestelle möglich. Eine Umsetzung wäre entweder durch die Aufdübelung provisorischer Gehwegplatten oder durch bauliche Maßnahmen im Zuge der Neugestaltung der Hauptstraße möglich. Die Verwaltung wurde beauftragt die entsprechenden verkehrsrechtlichen Anordnungen zu erlassen.