„Aus Kemmern , für Kemmern “ – unter diesem Motto stellte sich im Kemmerner Gemeinderat ein neues Kinder- und Jugendteam vor. Die nächsten Ziele: Mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam breit gefächerte Angebote erarbeiten. Erstes Ziel: Ein Ferienprogramm für die Sommerferien.

Bisher war Zweiter Bürgermeister Hans-Dieter Ruß als Jugendbeauftragter der Gemeinde benannt. Er hatte aber erklärt, nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr, bei der er auch nicht mehr antrat, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Nach den Wahlen war die Ernennung eines Nachfolgers zwar Thema, ein Ergebnis konnte aber nicht erzielt werden. Ein knappes Jahr später war es nun so weit.

Christina Ott präsentierte ein Team, das sich künftig um die Jugendarbeit kümmern soll. Zusammen mit Franziska Dinkel, Micha Kutzelmann, Magnus Geus und Jochen Kutzelmann möchte Ott aktiv werden. „Wir sind alle sehr unterschiedliche Typen und das ist auch super so. So kann jeder seine persönlichen Stärken mit einbringen. Im Team entwickeln sich die Ideen einfach ganz anders. Einer hat eine gute Idee, jeder bringt seinen Input und am Ende haben wir eine klasse Aktion erarbeitet“, erklärte Ott im Nachgang zur Sitzung.

Nachdem sich die Corona-Situation entspannt, hoffen alle, dass die Phase des Stillstands endlich endet. Das erste große Projekt des neuen Teams ist das Sommerferienprogramm. „Herzstück dieses Jahr soll eine große Dorfrallye werden, sozusagen einen ,Kemmern-Erleben-Tag’. Uns ist wichtig, dass wir etwas planen, an dem alters- und inzidenzunabhängig so viele Kinder wie möglich teilnehmen können. Also die ganz Kleinen, aber auch die größeren Kinder , einfach die ganze Familie.“

Auch für nach den Ferien werden gerade erste Ideen entwickelt: Unter anderem könnten bald monatliche Events für Kinder und Jugendliche und einfach nur Zeit zusammen wichtige Bausteine der neuen Jugendarbeit in der Gemeinde sein. Denn das Gemeinschaftsgefühl der Jugend soll im Vordergrund stehen.

Im Kemmerner Mitteilungsblatt wurde bereits eine erste Information zum Jugendteam veröffentlicht – auch mit dem Aufruf, gerne Ideen einzubringen. Anregungen sind jederzeit per E-Mail an jugendteam-kemmern@web.de willkommen. Die Gemeinderäte gaben einstimmig grünes Licht für Ott und ihr Team.

Ein Minispielfeld fürs SC-Gelände

Heike Bräuer, erste Vorsitzende des SC Kemmern , sowie Oliver Weber, Abteilungsleiter Fußball-Jugend, präsentierten das Projekt eines multifunktionalen Soccer-Courts. Es handelt sich um ein Minispielfeld (21 auf 12 Meter) mit einer ca. drei Meter hohen Umzäunung und einer Bande von ca. 1,20 Meter Höhe. Als Standort sollte aus Sicht des Sportclubs das Hockey-Spielfeld beim Sportgelände vorgesehen werden. Dieses kann, ohne dass der vorhandene Belag entfernt oder verändert werden müsste, zum Spielfeld für einen Soccer-Court umfunktioniert werden. Lediglich die beiden vorhandenen Tore müssten der neuen Anlage weichen. Ein Soccer-Court wäre für Fußball, Hockey , Basketball und optional Volleyball nutzbar. Die Kosten belaufen sich nach ersten Angeboten auf rund 32 000 Euro.

Der Sportclub bot der Gemeinde eine finanzielle Unterstützung von 10 000 Euro an. Je nach Ausführung verblieben der Gemeinde Kosten von ca. 20 000 bis 22 000 Euro. Bürgermeister Rüdiger Gerst sah das Feld als nachhaltige Aufwertung der Sportanlagen. Gemeindeseitig könne die Finanzierung im Haushalt 2021 sichergestellt werden. Anregungen aus dem Gremium hinsichtlich der Festinstallation einer Tischtennisplatte, eines anderen Bodenbelages (Kunststoffbahn), eines Basketballnetzes aus Metall und so weiter werden im Zuge der Umsetzung der Maßnahme geprüft. Auch dieser Beschluss fiel einstimmig.