Das Stadtarchiv Bamberg zeigt noch bis zum 4. März 2022 die Ausstellung „150 Jahre städtisches Album“. Es handelt sich dabei um eine Ausstellung mit 61 großformatigen Fotos zur Bamberger Geschichte, insbesondere zum Bild der Stadt mit den baulichen Veränderungen bis in die Gegenwart.

Dieses Album, das aber nie die technische Gestalt eines Albums aufwies, sondern als Sammlung angelegt war, geht auf einen Beschluss des Bamberger Stadtmagistrats von 1872 zurück. Dabei ging es zum einen um die Aufnahmen „der zum Abbruch gekommenen Gebäude “, um ganz bewusst deren Erinnerung zu bewahren, und andererseits um „Photographische Portraits der Mitglieder des Magistrates, Gemeindebevollmächtigen und Armenpflegschaftsrathes“.

Zunächst übernahm Alois Erhardt, seit 1857 in Bamberg als Fotograf tätig, diese Tätigkeit mit regelmäßigen Aufträgen seitens der Verwaltung bis zu seinem Tod 1902. Die fotografischen Veränderungen in der Stadt wurden aber auch durch Aufnahmen privater Herkunft ergänzt. Mit dem Tod des Fotografen sowie des Bürgermeisters Josef Herd kam diese Tätigkeit zunächst zum Erliegen und die Bestände wurden dem Historischen Museum zur Aufbewahrung übergeben.

1928 unternahm dann der Historische Verein Bamberg einen Vorstoß, diese Dokumentation der baulichen Veränderungen in Bamberg wiederzubeleben. Nach einem erneuten Stillstand 1961 wurde erst mit der Schaffung einer Stelle für einen hauptamtlichen Fotografen im Stadtarchiv 1975 endgültig der 1872 getroffene Sitzungsbeschluss fortgeführt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Stadtarchivs zugänglich: Montag und und Dienstag, 8 bis 16 Uhr, Mittwoch und Freitag, 8 bis 12.30 Uhr und Donnerstag, 8 bis 18 Uhr. red