Den Unfall eines Passanten auf der Unteren Brücke nahm die BBB-Stadtratsfraktion „Bamberger Bürgerblock“ als Anlass für eine Ortsbegehung. Am Wochenende war ein junger Mann von der Brücke gestürzt und hatte schwere Verletzungen davon getragen.

Die Stadträte Andreas Triffo, Norbert Tscherner und Hansjürgen Eichfelder kritisieren jetzt, dass die Brüstungshöhe gerade mal 74 Zentimeter beträgt. Nach geltendem Recht werde hier jedoch eine Absturzsicherung von mindestens einem Meter verlangt. Da die Untere Brücke eingeschränkt auch für den Fahrradverkehr geöffnet ist, müsse diese Höhe sogar 1,30 Meter betragen.

Die BBB-Fraktion hat deshalb in einem Dringlichkeitsantrag Oberbürgermeister Andreas Starke aufgefordert, das Thema in der Feriensenatsitzung an diesem Donnerstag zu behandeln. Ziel ist, dass die Verwaltung zeitnah Vorschläge für die Anbringung der notwendigen Geländer erarbeitet.

Alternativ hat Tscherner einen Vorschlag: Auf der jeweiligen Innenseite der Betonbrüstung der Unteren Brücke wird in Höhe von einem halben Meter ein Geländer aus Stäben, die einen Abstand von 15 Zentimetern haben, befestigt. Verbunden werden die Stäbe mit einem Handlauf. Auf diese Weise werde der freie Durchblick gewährleistet, so Tscherner, gleichzeitig werde die Sitzmöglichkeit genommen und die Absturzgefahr verhindert.

Die Stadträte vom Bamberger Bürgerblock befürchten, es könne sich jederzeit wieder ein Unfall ereignen und verweisen zudem auf die besondere Gefahrenlage für Kinder. Zudem, so machen sie in einer Pressemitteilung deutlich, wollen sie die Stadt vor möglichen Schadensersatzforderungen bewahren.

Nebenbei wird betont, dass als Nebeneffekt ein Stück weit Aufenthaltsqualität für die nächtlichen Feierrunden genommen wird – was ja auch zur Lösung der aktuellen Probleme beitrage.

Blumenkästen und Beleuchtung

Einen ähnlichen Vorschlag in derselben Sache haben Claudia John (FW), Daniela Reinfelder (BuB) und Martin Pöhner ( FDP ). Sie beantragen, die Geländer der Unteren Brücke verkehrssicher zu ertüchtigen und aus Gründen der Optik mit geeigneten Konstruktionen für Blumenkästen zu versehen.

Der Sturz vom Wochenende habe gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht, gleichzeitig könne damit das Sitzen auf dem Brückengeländer verhindert werden. Im Winter könnten statt blühenden Blumenschmucks auch Grünbepflanzung oder Zweige, möglicherweise mit Beleuchtung, verwendet werden, so die drei in ihrem Antrag. Auch sie fordern eine kurzfristige Behandlung im Feriensenat. red