Zur Berichterstattung über den Prüfbericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes und über den SPD-Wahlbrief:

Unabhängig von den Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft stellt sich die Frage: Sind der Oberbürgermeister , der Ältestenrat, die Personalvorsitzende und der Migrantenbeiratsvertreter noch tragbar? Wären Neuwahlen und Ämterneubesetzungen nicht angebracht? Ist es nicht die Stunde der Stadträte gleich welcher Partei, nach diesen unglaublichen Vorgängen auf einen Neuanfang mit solventen Personen zu drängen? Wie kann es sein, das Stadträten Informationen seitens des OB vorenthalten werden? Wie kann es sein, dass die Mitglieder des Ältestenrats ihre Parteikollegen nicht vollumfänglich informieren? Wie kann es sein, dass sich ein Migrantenbeirat bei der Stadtratswahl vereinnahmen lässt? Ist man als Personalratsvorsitzende nicht verpflichtet, für das Wohl aller Mitarbeiter einzutreten? Warum wird bei Extraboni/Zulagen durch die Stadtführung für schon Hochbezahlte Führungskräfte nicht dagegengehalten, wenn man noch gleichzeitig als Personalratsvorsitzende eine Kontrollfunktion innehat? Ist man da als Personalvertretung noch glaubhaft? Wie kann es sein, dass Juristen , Richter am Amtsgericht Bamberg oder Rechtsanwälte als Vertreter ihrer Partei im Ältestenrat mit Sonderzahlungen direkt konfrontiert waren und nicht vehement dagegengehalten haben? Sind das nicht Basics einer juristischen Ausbildung?

Der Gipfel der Unverschämtheit ist, die üppige Erhöhung von Grundsteuer, Strom, Gas usw. Damit bezahlen die Bürger diese monetären Zuwendungen für einzelne hochbezahlte Begünstigte im Rathaus. Was hat das noch mit Demokratie oder glaubhafter Politik zu tun?

Peter Burgis, Bamberg