Breiten Raum nahmen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Änderung und Erweiterung des Teilbebauungsplanes für den Bereich „Industriegebiet Trosdorf“ in der Sitzung des Gemeinderates Bischberg in Anspruch. Vorgestellt wurden diese Planungen von Rüdiger Hellmich von der Weyrauther Ingenieurgesellschaft, die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, verbunden mit dem Eingang der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, notwendig wurden. Anlass war die Bauleitplanung der Gemeinde, im Industriegebiet Trosdorf die Ansiedlung eines Lidl-Marktes mit Getränkemarkt, Bäckerei und einer Apotheke möglich zu machen.

Der Gemeinderat billigte dabei durchweg einstimmig den Entwurf der Änderung des Flächennutzungsplanes und des vorhabensbezogenen Bebauungsplanes . Einwände gab es lediglich im Bereich des Naturschutzes und der Wasserrechte , die in die weiteren Planungen mit eingearbeitet werden. Mit der Umsetzung der Pläne sei, so Bürgermeister Michael Dütsch (BI), spätestens bis zum Jahr 2023 zu rechnen.

Notwendig war auch die Fortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes der Gemeinde Bischberg , die letztmals 2006 geändert wurden. Für die Erstellung der Planungsleistungen wurde das Planungsbüro Strunz beauftragt, für die zunächst fälligen Grundleistungen wurden 116 620 Euro veranschlagt.

Weiter voran geht es auch mit dem Neubau der Kindertagesstätte „St. Matthäus“ am Klingenberg in Bischberg . Hier stimmte der Gemeinderat der Vergabe der Elektroleistungen in Höhe von 242 000 Euro zu. Zudem erhält die Kindertagesstätte eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Diskussion um Zuschuss

Schwer tat sich der Gemeinderat beim Antrag des SV DJK Tütschengereuth auf die Bezuschussung eines Kühlraumes, die den Verein insgesamt 9179 Euro kostet, die rund je zur Hälfe der Vereinsstätte und dem Wirtschaftsbetrieb zugeordnet werden. Der Gemeinderat sah nach reger Diskussion keine Möglichkeit, den Kühlraum im Rahmen der gemeindlichen Richtlinien für die freiwillige Förderung von Vereinen zu fördern. Aufgrund des Sachverhaltes und der derzeitigen Lage durch die Pandemie, die sich auf das Vereinsleben auswirkt, wurde ausnahmsweise mit 15 : 5 Stimmen ein einmaliger Zuschuss von 500 Euro gewährt.

Weiteres Thema war die Grundsatzentscheidung zur Umsetzung des Tarifvertrages zur Entgeltumwandlung zum Zwecke des Leasings von Fahrrädern im kommunalen öffentlichen Dienst. Hier befürwortete der Gemeinderat grundsätzlich das „Fahrradleasing“, für das neun Mitarbeiter Interesse anmeldeten. Aufgrund des großen Aufwandes und der komplexen Umsetzung will man jedoch erst die Erfahrungen anderer Kommunen bzw. der Stadt und des Landkreises abwarten.

Beim Punkt Mitteilungen berichtete der Bürgermeister , dass mit der Fassadensanierung am Alten Rathaus voraussichtlich am 16. August begonnen werde. Die geplante Neueröffnung der Aldi-Filiale wurde auf den 2. September terminiert.