Als Bamberger Kontaktperson der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) wisse er um die besonderen Probleme von seltenen Erkrankungen – seit Corona-Beginn seien auch Treffen der Selbsthilfegruppen kaum noch möglich und Betroffene wurden bei den Impfstrategien zunächst völlig vergessen, argumentiert Volker Hoffmann. Online-Treffen könnten den so wichtigen persönlichen Austausch nicht ersetzen.

Die Bamberger Arbeitsgemeinschaft chronisch kranker und behinderter Menschen e.V. (www.arge-bamberg.de) – ist die Vertretung von 21 Selbsthilfegruppen aus Bamberg und Umgebung u. a. Rheumaliga, Parkinson-Gruppe, OhrRing, DGM und Treff82.

Am 31. März begrüßte man die Forderung nach einem barrierefreien Verkehrskonzept beim Bahnausbau, wie es schon die „Initiative Radentscheid“ sowie die Bürgervereine (FT-Berichte 23.3.21) und die „AG Mobilität des Seniorenbeirats“ (FT 31.3.) formulierten: Bei den Bahn-Unterführungen müssten pro Straßenseite neben den Autospuren baulich getrennt je zwei Meter für Rad- und Fußverkehr eingeplant werden – geeignet auch für Seh- und Gehbehinderte.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet zur Barrierefreiheit. Zum Europäischen Protesttag für die „ Gleichstellung behinderter Menschen “ am 5. Mai fordert eine „Aktion Mensch“-Postkarte: „Barrierefreiheit für alle!“ Das vom Bundeskabinett beschlossene „Barrierefreiheitsstärkungsgesetz“ muss bis 28. Juni 2022 umgesetzt und ab dem 28. Juni 2025 angewendet werden. Die Abgeordneten können also noch ein gutes Barrierefreiheitsrecht verabschieden, denn laut Hoffmann „gibt es noch viele Barrieren und fehlende Verlässlichkeit bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel “. red