Die Stadt ­spitze will mehr Bürgerbeteiligung und dabei die digitalen Möglichkeiten verstärkt nutzen. Es gebe viele Themen, um die Bürgerschaft intensiv einzubinden, heißt es dazu aus dem Rat­haus: weniger Verkehr , bessere Straßen und Rad­wege, qualitativ hochwertige Architektur, mehr soziale und kulturelle Projekte.

Gedacht dafür ist www.bamberg-gestalten.de. Die Webseite ermöglicht es einer Mitteilung zufolge allen Bambergern, in digitaler Form die Gestaltung ihrer Stadt aktiv mitzubestimmen. Begleitet werde die digitale Ebene von klassischen analogen Möglichkeiten der Teilhabe, damit niemand außen vor bleibt. Oberbürgermeister Andreas Starke und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp wollen demnach „die Verbindung zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft noch effektiver machen“.

„Bürger rechtzeitig einbeziehen“

Im Juli des vergangenen Jahres hat der Stadt ­rat beschlossen, die Bürgerbeteiligung auch digital zu ermöglichen. Starke freut sich, dass die Entwicklung nun nahezu abgeschlossen ist und die erste Beteiligungs­stufe in digitaler Form bevorsteht: „Die Erfahrungen in der Stadt ­entwicklung haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Bürger bei anstehenden Vorhaben rechtzeitig einzubeziehen. Neue und bewährte Angebote sollen deshalb dafür sorgen, dass sich Bürger über städtisches und kommunalpolitisches Handeln ausreichend informieren und sich wirkungsvoll beteiligen können.“ Es sei wichtig, so Starke, die Anregungen auch ernst zu nehmen und in den Entscheidungs­prozess einfließen zu lassen.

Die Plattform www.bamberg-gestalten.de, so wirbt die Stadt , sei die erste Antwort auf die Frage, wie Bürgerbeteiligung digital realisiert werden kann: pass­genau für eine Zeit, in der Bürgerbeteiligung mit vielen Menschen vor Ort aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann. Finanziert wird sie von der Förderung Bambergs zur „Smart City“. Stefan Goller als Wirtschafts- und Digital­referent begrüßt die Initiative zur digitalen Bürgerbeteiligung den Angaben zufolge, weil damit die Chancen und Möglichkeiten des Programms sicht­bar würden.

Start: Anfang Mai

Hinter „bamberg-gestalten“ steckt die Bürgerbeteiligungsplattform Consul. Es handelt sich dabei um eine Open-Source-Plattform, die lernfähig ist und zum Mitmachen einlädt. Consul wird weltweit bereits in über 100 Städten, Universitäten und Unternehmen angewandt, darunter in Würzburg und München. Dem Stadt ­rat soll regelmäßig über den Fortgang des neuen Projektes berichtet werden.

Starten soll www.bamberg-gestalten.de am 3. Mai 2021. red