Bei der Radaktion „ Bamberg on Tour“ zum Tag der Städtebauförderung wurden die Teilnehmer mit exklusiven Einblicken verwöhnt. „Das war super heute, eine sehr schöne Tour“, war Claudia Popp begeistert. „Schloss Geyerswörth war ganz toll“, erhob sie gleich die erste von vier Stationen zum Höhepunkt der Tour. Mitten im komplett eingerüsteten Innenhof erzählte Finanzreferent Bertram Felix mit großer Sachkenntnis von der Geschichte des Schlosses und dessen Sanierung.

Wolf Strecker war beeindruckt von der Akribie, die bei der Renovierung des historischen Dachstuhls an den Tag gelegt wird: „Die verschiedenen Tests machen deutlich, dass es sich die Stadt nicht leicht macht mit diesen Maßnahmen, sondern dafür hohe Qualitätsmaßstäbe anlegt.“

Für die Ertüchtigung von Schloss Geyerswörth sind 21,9 Millionen Euro veranschlagt, aktuell liegt die Stadt laut Felix sogar rund eine Million günstiger. „Der Plan ist, dass wir bis Ende 2023 fertigwerden.“

Dass solche Projekte überhaupt realisiert werden können, verdankt Bamberg der Städtebauförderung , bei der sich Bund, Land und Kommunen partnerschaftlich engagieren. „Eine Grundvoraussetzung ist die Bürgerbeteiligung im Vorfeld der Festsetzung von Sanierungsgebieten“, erklärte Vesna Okanovic vom Stadtplanungsamt. Stadtrat Christian Hader, der „ Bamberg on Tour“ begleitete, erinnerte daran, dass der Stadt nachgesagt werde, Weltmeister darin zu sein, Städtebaufördermittel zu akquirieren. Diese Fähigkeit werde auch in Zukunft gebraucht, wobei er explizit die geplanten Umbaumaßnahmen in der Langen Straße nannte.

Zweite Station war die teuerste und höchstgelegene Baustelle der Stadt. Am Michaelsberg fließen 80 Millionen Euro in die Generalsanierung der ehemaligen Klosterkirche und deren Außenanlagen. Hier berichtete Felix von der Kunstfertigkeit der Steinmetz-Meister und stellte die Wiederöffnung der Kirche 2025 in Aussicht. Dann schloss er den Gästen unerwartet ein besonderes Tor auf: in den Garten der Villa Schröppel. Für das Gebäude wird aktuell ein Mieter gesucht. „ Bamberg hat kulturelle Juwelen zuhauf“, meinte dazu Wolf Strecker.

Weitere Stationen waren die ehemalige Jugendherberge Wolfsschlucht und der WSV Neptun, der einiges vorhat.

Am Sonntag, 19. Juni, steht die dritte Tour an – Motto: „125 Jahre ÖPNV“.

Infos zu den Projekten finden Interessierte auch unter www.stadt.bamberg.de/städtebaufördermaßnahmen. red