Das Anker-Zentrum Bamberg darf nicht zur Dauereinrichtung für Geflüchtete werden und muss bis spätestens 2025 geschlossen werden. Dies fordert die Stadtratsfraktion BaLi/Die Partei. Die Fraktion wiederholt in ihrer Mitteilung die Aussagen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann , wonach entgegen der vertraglichen Vereinbarung zwischen der Stadt Bamberg und der Bayerischen Staatsregierung die Flüchtlingsunterkunst in vier Jahren nicht geschlossen werden soll. Das verdeutliche, dass die Bayerische Staatsregierung an ihrem Konzept der Lagerunterbringung für Geflüchtete festhalten wolle. Unter anderem begründe dies die Staatsregierung mit Mehrkosten für den Steuerzahler.

„Eine Massenunterbringung für Geflüchtete ist menschenunwürdig, denn sie fördert strukturelle Gewalt, schafft rechtsfreie Räume, führt zur Retraumatisierung, verhindert Integration und fördert Vorurteile in der Bevölkerung“, kritisiert der Stadtrat der Fraktion BaLi/Die Partei, Heinrich Schwimmbeck. „Die Verlängerung mit Mehrkosten für die Steuerzahlenden zu begründen ist zudem dreist: Eine Unterbringung in kleineren Unterkünften und Wohnungen ist deutlich günstiger als eine Massenunterkunft. Neben der Aufrechterhaltung der Infrastruktur, wie beispielsweise für den Sicherheitsdienst, wird es zu hohen Folgekosten für die Kommunen kommen, wie der Mediendienst ,Integration’ berichtet. Anker-Zentren sind menschenunwürdig und gehören geschlossen, am besten schon vor 2025.“ red