Eigentlich sollte es zum 3. Mai so weit sein: Die Krippenkinder sollten das neue Gebäude der Kindertagesstätte St. Christophorus endlich in Beschlag nehmen. Daher war auch die kleine Einweihungsfeier einige Tage zuvor angesetzt. Nun zwingt ein Wasserschaden aber zum Warten. Erste Eindrücke haben wir aber dennoch schon gesammelt …

Im Jahr 2017 begann die Planung, Ende 2019 erfolgte der Spatenstich. Nun ist das neue Krippengebäude, direkt neben den bestehenden beiden Gebäuden der Kindertagesstätte St. Christophorus im Norden von Zapfendorf , endlich fertiggestellt. Rund 1,8 Millionen Euro hat es gekostet, 750 000 Euro Fördergelder erhält der Markt Zapfendorf , wie Bürgermeister Michael Senger bei der Einweihungsfeier erklärte. Leider verzögert sich die endgültige Übergabe nun doch noch einmal: Im Erdgeschoss ist, wohl aufgrund eines Problems mit dem Wasseranschluss der Spülmaschine, ein Wasserschaden aufgetreten. Also muss die Küche noch einmal demontiert werden, eventuell müssen auch Böden wieder raus. Und Trocknungsgeräte werden auch für einige Wochen im Einsatz sein. Architekt Arne Vogels konnte dazu noch nichts Genaueres mitteilen.

Optisch absolut gelungen

Was aber ersichtlich wurde: Das „Wiesenhaus“, wie das neue Gebäude für zwei Kinderkrippengruppen heißen wird, ist optisch absolut gelungen. Freundliche Farben dominieren, alle Kinder haben Zugang zum Gartenbereich. Das war Vogels besonders wichtig – auch wenn die Kinder auf verschiedenen Stockwerken untergebracht sein werden. Eine Dachterrasse mit Rampe erlaubt daher den Kindern im Obergeschoss, problemlos nach unten zu kommen.

Den kirchlichen Segen gab Pfarrer Kurian Chackupurackal. Er freute sich über die neue Einrichtung als echten Mehrwert für die Gemeinde. „Es gab zwar zahlreiche Probleme im Laufe des Projektes, dennoch ist ein wunderschönes Gebäude für die Kinder entstanden.“ Er dankte auch den Mitgliedern der Kirchenverwaltung, allen voran Kirchenpfleger Rudi Helmreich und besonders dem Kita-Beauftragten Josef Martin, für das ehrenamtliche, zeitintensive Engagement.

Die Betriebsträgerschaft für die neue Krippe hat wieder die Kirchenstiftung St. Peter und Paul übernommen. Sie ist damit nach wie vor vollständig für die Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern in Zapfendorf zuständig.

Enormer Verwaltungsaufwand

Josef Martin, der im Jahr 1955 zu den ersten Kindern im damals eröffneten Kindergarten St. Franziskus, dem ersten Kindergarten, für den sich die Kirchstiftung verantwortlich zeigte, gehörte, zählte die Verantwortlichkeiten noch einmal auf. Neben der Kita St. Franziskus und der Kita St. Christophorus gibt es in Zapfendorf auch den Waldkindergarten unter Trägerschaft der Kirche. „Daraus entsteht ein enormer Verwaltungs- und Organisationsaufwand, besonders mit Blick auf das Personal“, erklärte Martin. Für die neue Krippe musste beispielsweise eine eigene Betriebserlaubnis eingeholt werden – was viel Zeit und Mühe gekostet hat.

Aufgrund des Wasserschadens werden die Kinder nun vorerst im Gebäude des Kindergartens verbleiben. Dort ist bisher auch eine Krippengruppe untergebracht, die eigentlich umziehen sollte. Der Umzug ist also noch ein wenig aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.