Die Arbeiterwohlfahrt (Awo), Kreisverband Bamberg , bedauert die Kündigung der Räumlichkeiten der Kinderkrippe „Awolinchen“ durch das Unternehmen Michelin in Hallstadt – bietet aber gleichzeitig eine Alternative an.

„Seit der angekündigten Schließung des Michelin-Werkes in Hallstadt war absehbar, dass der weitere Nutzungszeitraum der Räumlichkeiten stark limitiert ist“, räumt Awo-Geschäftsführer Matthias Kirsch in einer Pressemitteilung ein.

Mit der Eröffnung als interkommunale Kinderkrippe konnte die Awo im Januar 2016 in Kooperation mit der Firma Michelin und der Stadt Hallstadt dringenden Bedarf an Betreuungsplätzen auch und vor allem für die Stadt Bamberg durch die Einrichtung „Awolinchen“ in Hallstadt decken.

„Für die Awo war es sofort selbstverständlich, dass keine Familie durch die Schließung von ,Awolinchen’ alleine gelassen wird“, so Kirsch. Trotz der angespannten Marktlage könne die Arbeiterwohlfahrt allen betroffenen Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen alternative Betreuungsplätze und Arbeitsstellen anbieten. Mit dem ehemaligen Offiziers-Casino der US-Armee verwandelt sich zurzeit in der Föhrenstraße ein architektonisches Schmuckstück zur Heimstätte von zwei Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen mit insgesamt 86 Betreuungsplätzen. Sowohl die aktuell 27 betreuten Krippenkinder als auch die sechs Mitarbeiterinnen von „Awolinchen“ im Michelin-Werksgebäude bekommen hier die Möglichkeit, die unerwartet frühe Schließung nahtlos durch das Übersiedeln in die neue Einrichtung zu kompensieren.

Auch die Stadt Bamberg als örtlicher Jugendhilfeträger der betroffenen Krippenplätze ist erleichtert und erfreut, mit der optionalen örtlichen Verlegung der vakanten Betreuungseinheiten in Richtung Stadtgebiet Bamberg eine geografisch optimierte, unkomplizierte und zeitlich direkt anknüpfende Lösung anbieten zu können, wie Stadtjugendamtleiter Tobias Kobold in der Mitteilung bestätigt. red