Zwei Jahre mussten die Gärtner und andere Freunde und Verehrer des heiligen Sebastian warten, bis sie wieder seine Prozession abhalten konnten. Am vergangenen Sonntagnachmittag zogen viele Teilnehmer der ersten Prozession des Jahres von der Sebastianikapelle zunächst bis nach St. Otto.

In der Andacht dort hielten Pater Dieter Putzer (SDB) und Lukas Schumm eine Dialogpredigt. Sie verwiesen darauf, dass sie nach der Andacht den Gottesdienst ins Freie verlagern, heraus aus den sicheren, aber manchmal auch verstaubten Mauern der Kirche.

Hinter Jesus her

„Wir tragen die geschmückte Figur des heiligen Sebastian und Christus in der Monstranz mit“, fuhren sie in ihrer Ansprache fort, „wir sind hinter Jesus her.“ Unter den musikalischen Klängen der Wunderburger Blaskapelle zog dann die Prozession mit dem von Pater Dieter Putzer und Pfarrvikar Christian Möllner abwechselnd getragenen Allerheiligsten von St. Otto nach St. Wolfgang.

Die Mitglieder des Unteren Gärtnervereins trugen die Prozessionsstangen und die geschmückte Figur des Schutzpatrons. Bei winterlichem Wetter beteiligten sich über 300 Gläubige am Zug durch die Siechen- und Königsstraße, in denen viele Häuser beflaggt und Fenster geschmückt waren.

Den Beteiligten bei der Prozession , auf den Gehsteigen und in den Fenstern der Häuser merkte jeder an, dass sie mit dem Herzen bei ihrer Sebastianiprozession dabei waren.