Unter Leitung von Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) hatte der Marktgemeinderat bereits in mehreren nicht-öffentlichen Sitzungen diskutiert, ob die Kommune im Bereich der Erneuerbaren Energien neben dem Thema „ Windkraft “ auch das Thema „Flächenphotovoltaik“ aktiv angehen sollte. Das Gremium beschloss, dass grundsätzlich in konkret bezeichneten Vorranggebieten Flächensolarparks entstehen können. Außerhalb der noch festzusetzenden Gebiete sollen keine Flächensolarparks ausgewiesen werden.

Der Markt Buttenheim begründet dieses Vorgehen mit einer dringenden Steuerungserfordernis für solche Anlagen. Damit will man eine unkoordinierte „Versprengelung“ diverser Anlagen vermeiden. Für die Vorranggebiete wurden entsprechende Kriterien festgelegt. So soll eine Realisierung nur auf minderwertigen landwirtschaftlichen Böden erfolgen.

Der Standort muss sich so gut wie möglich ins Landschaftsbild einfügen. Das bedeutet, dass eine schlechte Einsehbarkeit des Areals gegeben sein sollte. Weithin einsehbare und das Landschaftsbild negativ beeinflussende Standorte sollen nicht weiterverfolgt werden. Gegebenenfalls sind bereits belastete Flächen bevorzugt auszuweisen.

Zur Ausweisung von Flächenphotovoltaikanlagen ist die Durchführung eines Bauleitplanverfahrens nötig. Dieses kann nur im Einvernehmen mit dem Markt Buttenheim durchgeführt werden. Somit kann zwingend darauf hingewirkt werden, dass die Realisierung von Flächenphotovoltaik nur in den vom Markt Buttenheim festgelegten Vorranggebieten erfolgt. Dem Marktgemeinderat wurden bereits verschiedene Gebietsvorschläge zur Ausweisung von Flächenphotovoltaikanlagen vorgestellt.

Vier dieser Gebietsumgriffe sollen der Unteren Naturschutzbehörde vorgelegt und um Stellungnahme gebeten werden. Es wurde um eine Aussage zur möglichen Realisierung von Flächenphotovoltaik vor dem Hintergrund naturschutzrechtlicher Kriterien gebeten. Darüber hinaus beauftragte man die Verwaltung, mögliche Einspeisepunkte zu eruieren. Zu berücksichtigen gilt es, dass sich alle vier vom Marktgemeinderat priorisierten Gebiete im Landschaftsschutzgebiet befinden. Die Untere Naturschutzbehörde sah im Rahmen eines Gesprächs alle vier Gebiete als grundsächlich realisierbar an. Gespräche mit der Regierung von Oberfranken hinsichtlich der Realisierung im Landschaftsschutzgebiet stehen noch aus.

In der Diskussion wurde nun um Klärung gebeten, ob in diesem Zusammenhang Kooperationen mit Nachbargemeinden möglich sind. Generell war man sich einig, dass die Bürger frühzeitig über den jeweiligen Planungsstand informiert werden müssen. Ähnlich wie beim Thema Windenergie soll hierzu zunächst das Amtsblatt genutzt werden. Weiterhin stimmte man überein, dass derartige Projekte der Erneuerbaren Energien ausschließlich als Bürgerbeteiligungsprojekte umzusetzen sind. Vor diesem Hintergrund sollen die Bürger auch um ihre Meinung befragt werden. Sofern der Rückhalt durch die Bevölkerung vorliegt, können in einem weiteren Schritt kompetente Partner zur Projektentwicklung im Rahmen eines objektiven Bewerberverfahrens ermittelt werden. Eine mögliche eigenverantwortliche Realisierung durch den Markt Buttenheim wurde ebenfalls diskutiert.

Windkraftanlagen sind ein Thema, bei dem noch immer große Wissensdefizite bestehen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Markt Buttenheim sich einiges einfallen lassen, um die eigenen Bürger umfassend zu informieren. In einer konzertierten Aktion hat man kürzlich einen Facebook-Post gesetzt, mit dem gemeindlichen Marktanzeiger einen Flyer versandt und eine Homepage www.windkraft-buttenheim.de online geschaltet. Darüber hinaus kann man sich auch über https://www.buttenheim.de/Startseite/Aktuelles/Windkraft-Buttenheim/K317.htm informieren. Hier findet man die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Thema Windkraft , die Akteure der lokalen Initiative, das mögliche Gebiet, eine Chronologie der bisherigen Anstrengungen sowie Initiativen und FAQs.