300 Jahre (1721 bis 2021 ) gibt es die Giecher Wallfahrt zur Heiligen Dreifaltigkeit in Gößweinstein. Sie geht auf ein Gelübde von 1721 zurück.

Allerdings konnten die Giecher ihr Gelübde am Wochenende der Dreifaltigkeit nicht wie gewohnt erfüllen. Die Jubiläumswallfahrt zur Basilika nach Gößweinstein war aufgrund der Pandemie nicht möglich.

Die Entstehung und der Grund, warum die Wallfahrt nach Gößweinstein seit 300 Jahren durchgeführt wird, können nicht mehr ermittelt werden. Schriftlich ist nur das Jahr dokumentiert, aber nicht der Grund. Es wird vermutet, dass es wegen der Pest oder einer anderen Epedemie war.

In verschiedenen Gruppen machten sich trotzdem am Wochenende einige Wallfahrer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto auf den Weg nach Gößweinstein. Indes mussten sie auf den Segen zur Verabschiedung in der Pfarrkirche sowie auf die Gebete und Gesänge mit Musik vom Pünzental über die Jurahöhen der Fränkischen Schweiz unter Begleitung der Wallfahrtsmusikanten sowie das Glockenläuten in den Ortschaften verzichten. Es fehlten der Wallfahrtsgottesdienst sowie der Kreuzweg, die Marienrufe vor der Lourdesgruppe und die Andacht in der Gnadenkapelle. Es gab keinen Auszug aus Gößweinstein mit Musik unter dem Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“, keinen emotionalen Einzug in Giech unter dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ sowie keinen Empfang mit Pfarrer und Minis-tranten am Ortseingang und vielen Bürgern am Straßenrand und vor der Kirche .

Jedoch wurde das 300. Jubiläum am Samstag der Dreifaltigkeit mit einem Wallfahrtsgottesdienst in der Basilika von Gößweinstein feierlich begangen. Vor dem Gottesdienst wurde die Jubiläumskerze der Wallfahrt von Pater Ludwig Mazur geweiht und vom Wallfahrtsleiter Günter Dech entzündet. Den Gottesdienst zelebrierte Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach.

Glückwünsche des Dekans

In seiner Predigt gratulierte Jeschner der Giecher Wallfahrt zu ihrem außergewöhnlichen Jubiläum und wünschte, dass die Wallfahrt noch lange durchgeführt werde. Musikalisch wurde der Gottesdienst auf der Empore von den Sängern Geo Bleyer, Annette Eichhorn und Sandra Stöhr (alle Giecher Gesangverein ) umrahmt.

Sobald wieder im gewohnten Rahmen Gottesdienste abgehalten werden können, ist ein Dankgottesdienst in der Pfarrkirche Giech vorgesehen. red