Einhergehend mit der Namensänderung des Bundesligisten gibt es auch Veränderungen im Jugendprogramm des achtmaligen deutschen Meisters. Zunächst hatte Brose Bamberg in Hirschaid rund 50 Vertretern umliegender Kooperationsschulen die Neuausrichtung der Schulaktivitäten des Meisters zum Schuljahr 2016/2017 vorgestellt.
Das neue Konzept der "Bamberger Ballschule" sei mit Brose-Bamberg-Jugendtrainern in den vergangenen fünf Monaten ausgearbeitet worden. Kern des Konzeptes sei eine zukünftige Fokussierung schon auf die Jahrgangsstufen 1 und 2. Kinder würden von Brose-Bamberg-Jugendtrainern sportspielübergreifend ausgebildet, wobei der Schwerpunkt auf Basketball liegen solle.
Die "Ballschultrainer" aus Bamberg und Umgebung leiten im aktuellen Schuljahr die wöchentlich stattfindenden Ballschuleinheiten an den umliegenden Kooperationsschulen. Am Ende der rund 35 Schulwochen sollen die Kinder in der Lage sein, ein zuvor definiertes "Zielspiel" zu spielen.
Brose-Bamberg-Jugendkoordinator Sebastian Böhnlein: "Wir haben gemerkt, dass unsere bisherigen Aktivitäten in der Schule zwar viele Kinder bewegen, wir diese aber in der dritten und vierten Jahrgangsstufe - die ja bisher unsere Kernzielgruppe war - nicht mehr wirklich nachhaltig an Basketball binden können."


Turnier vor Weihnachten

Für die Jahrgangsstufen 3 und 4 werden auch weiterhin die beliebten Grundschultage angeboten, zudem sind große Schulturniere geplant. Das erste Turnier wird in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien stattfinden.
Den Anfang machte der Ballschultag in Stegaurach, an dem drei Grundschulen mit ihren Erst- und Zweitklässlern teilnahmen. Danach folgten Events in Memmelsdorf, Haßfurt, Bamberg und Hirschaid. An den einzelnen Stationen gingen die Kinder motiviert zur Sache und lernten vor allem verschiedene Bewegungsformen mit dem Ball kennen. So wurden die Bälle in der Halle geschossen, gerollt oder geworfen. Brose-Bamberg-Jugendtrainer standen dabei an den Stationen und gaben Tipps und Tricks an den Nachwuchs weiter. Neu bei diesen Aktionen waren die Stationsbeschilderungen, die jeder Station nun einen Brose-Bamberg-Paten zuordneten. So konnten die Kinder bei Aufbauspieler Fabien Causeur Hütchen von Bänken und Kästen werfen (Station "Scharfschütze"), während die Schüler bei Patrick Heckmann am Brose-Bamberg-Quiz teilnahmen. Beliebt war auch die Stationen "Krabbenfangen", zu der Point Guard Maodo Lô gehört.


Fangschule

Hier konnten sich die Erst- und Zweitklässler bei kleinen Fangspielen austoben. Ebenfalls bei den Ballschultagen dabei waren Spieler des Brose Bamberg Farmteams Baunach Young Pikes. Für Tibor Taraš, Jona Hoffmann, Malik Müller, Henri Drell und Arnoldas Kulboka waren die Ballschultage eine tolle Erfahrung. So gaben sie ihren Umgang mit dem Ball an die Kleinsten weiter und machten ihre ersten Erfahrungen als Coaches.
Die wöchentlichen Einheiten an ca. 40 Grundschulen in Bamberg und Umgebung sind gut besucht. "Der Zulauf für unser Projekt ist enorm", so Nachwuchstrainer Markus Lempetzeder. red