Bamberg — Bildende Künstler und Choreografen verbindet eine zentrale Frage: Wie stelle ich einen Körper plastisch dar und bringe ihn in Beziehung zu anderen Körpern? Dabei kommen Maler und Choreografen ohne Worte aus, sie erschaffen Zeichensprachen. Der junge Choreograf Demis Volpi wird sich bei einem Gastspiel des Landestheaters Coburg als Erfinder solcher Zeichen positionieren. Wenn seine Tänzerin in "Hypnotic Poison" ein Stakkato auf Spitze zu einem Schlagzeugsolo tanzt, überwindet er mit ihr Zeit und Konvention in Sekunden. Im Großen Haus des E.T.A.-Hoffmann-Theaters sehen Zuschauer am 2. April den zeitlosen Kampf in der Verführung, die anstrengende Überwindung bis in die Fußspitze. Wenn aus Körpern Kunst wird, erreicht das Theater seine stärkste Wirkung: Am 2. April erlebt man es aus drei verschiedenen Perspektiven ab 20 Uhr. red