Einen neuen Platz fand die in ihrer Wirkung nicht zu übersehende Aluminiumstele von Hanns Bail, einem der bedeutendsten Bamberger Bildhauer des 20. Jahrhunderts, auf dem Gelände des Klinikums am Bruderwald.
Aufgrund notwendiger Baumaßnahmen musste sie versetzt werden und fand mit Unterstützung von Wolfgang Freitag, Leiter Bau und Technik der Sozialstiftung, und der Galeristin Dietlinde Schunk-Assenmacher einen neuen, idealen Standort. Eine Hinweistafel, die Susanne Bail, Tochter des Künstlers, stiftete, weist auf die Gestaltform der Stele hin, in der sich der Künstler auf die konstruktiven Elemente des Klinikums bezog.
Hanns Bail, 1921 in Bamberg geboren, lebte viele Jahre mit seiner Frau, der Malerin Sela Bail, in der Nähe Wertheims, in Reistenhausen am Main, wo sich das Künstlerpaar eine alte Steinhauerhütte zu großzügigen Atelierräumen ausbaute. In dieser Zeit entstanden bedeutende Arbeiten für die Musikhochschule, den Kilians-Dom und öffentliche Plätze in Würzburg. Für Bamberg wurde die Rückkehr des Künstlerpaares im Nachhinein ein Glücksfall. Die Stele am Klinikum und die Säulenwand für das Kaiser-Heinrich-Gymnasium erinnern an Hanns Bail, der sich zeitlebens mit dem Absoluten in der Gestaltform auseinandersetzte: "Ich möchte Dinge, die hinter der Erscheinung der Natur liegen, in ihren elementaren Verbindungen darstellen." Eine Auswahl seiner wichtigsten, künstlerischen Arbeiten stiftete der Künstler noch wenige Monate vor seinem Tod 1995 der Stadt Bamberg für ein zukünftiges Museum der Gegenwartskunst.
Hanns Bail studierte 1938-40 an der Meisterschule für Maler in München, 1942-45 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Ab 1945 war er freischaffender Maler in Bamberg. Von 1952 bis 1975 wohnte er in Collenberg/Main. Ab 1974 war der Künstler in Bamberg und St. Agnes/Ibiza beheimatet. 1977 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein künstlerisches Schaffen. Bail schuf zahlreiche Arbeiten für öffentliche Bauten der Kommune und der Kirche. In seinen freien Arbeiten schuf er Reliefs und Gemälde aus unterschiedlichsten Materialien. red