In nichtöffentlicher Sitzung hat der Marktgemeinderat Marktschorgast beschlossen, keine Rechtsmittel gegen den geplanten Bahnsteigumbau am örtlichen Bahnhof einzulegen. Ein solcher Schritt, so die Begründung, hätte keine Aussicht auf Erfolg.
Das Gremium begrüßte die Intervention des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der schon im April bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgesprochen und sich für eine barrierefreie Umbaulösung eingesetzt hatte. Nun will man bei Herrmann schriftlich nachfragen, wie Dobrindt reagiert hat. Außerdem soll dem Verkehrsminister in einem direkten Brief die missbilligende Haltung des Marktes Marktschorgast zu den Plänen vorgebracht werden.
Kopien des Schreibens sollen die zuständigen Behörden, Kommunalpolitiker und Abgeordneten erhalten.


Gegen Überführung

Um darauf hinzuwirken, "dass die Verantwortung des Bundes, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen zu sorgen, auch beim Bahnsteigumbau Marktschorgast erfüllt wird", sollen auch die Behindertenbeauftragten von Bund und Land sowie der VdK mit ins Boot geholt werden. Menschen mit Handicap dürften nicht ausgegrenzt wenden.
Angesichts des beim Eisenbahnbundesamt anhängigen Antrags der DB Netz AG auf Erteilung einer Baugenehmigung für den Bahnsteigumbau, der den Zugang zum Gleis 2 über eine Fußgängerüberführung vorsieht, will der Markt jeweils auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hinweisen.
Dem Vorschlag des Bauausschusses, für die Gewerbegebiete ein Bodengutachten zu erstellen, stimmte das Gremium zu. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro Ruppert & Felder aus Bayreuth zum Bruttopreis von 7104,30 Euro.


Haus wird entrümpelt

Mit der Entrümpelung beziehungsweise Kompletträumung des Anwesens Oberanger 14 wurde die Firma Heinrich Warda aus Stammbach beauftragt.
Weiter befürwortete der Gemeinderat die Sanierung von drei Abläufen in der Ringstraße in Marktschorgast. Die Arbeiten wird die Firma Heba-Bau aus Kulmbach zum Bruttopreis von 1987,18 Euro ausführen. red