von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Kreis Lichtenfels — Erstmals in der Geschichte der Bahn wird im kommenden Jahr eine Hauptstrecke für acht Monate gesperrt. Die Bahn hat jetzt dem Landratsamt ein detailliertes Fahrplankonzept vorgelegt, um die Probleme durch die Sperrung zwischen Hallstadt und Bad Staffelstein in Grenzen zu halten.
Kreis- und Regionalentwickler Andreas Grosch gab bei der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Infrastruktur am Montag Einzelheiten bekannt. Danach werden bereits am 13. Juli Informationen auf der Regionalkonferenz der bayerischen Eisenbahngesellschaft bekannt gegeben. Im September sollen die Verträge mit der Deutschen Bahn AG unterschrieben und die endgültigen Fahrpläne vorgestellt werden.
Neben dem Schienenersatzverkehr mit Expressbussen zwischen Bamberg und Lichtenfels, hat die Bahn für den Franken-Thüringen-Express ein umfangreiches Fahrplankonzept entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Verbindungen von und nach Sonneberg, Jena, Würzburg und Nürnberg. In Sonneberg werden die Züge vier Minuten früher nach Nürnberg abfahren und sieben Minuten später ankommen. Von Jena über Saalfeld und Kronach nach Lichtenfels ist eine zehnminütige Verschiebung der Abfahrt und Ankunft geplant. Von Lichtenfels nach Nürnberg sollen fünf zusätzliche Direktverbindungen über Bayreuth geschaffen werden. Dann könnten die Reisenden von Lichtenfels nach Nürnberg auf den Schienenersatzverkehr mit Bussen verzichten. Die Strecke von Würzburg nach Bamberg über Schweinfurt und Haßfurt soll an Samstagen und Sonntagen zum Stundentakt verdichtet werden. Auch auf der Strecke von Lichtenfels nach Nürnberg soll der Regional-Express im 30-Minuten-Takt fahren.

Streckensperrung ab Januar

Die Strecke wird vom Montag, 11. Januar 2016, 22 Uhr, bis zum 4. September, 5 Uhr, gesperrt, teilte die Bahn mit. Während der Vollsperrung wird die alte, zweigleisige Strecke zwischen Ebensfeld und Hallstadt zurückgebaut und die neue viergleisige aufgebaut.
Würden alle Arbeiten "unter rollendem Rad" stattfinden, nähmen sie einen Zeitraum von acht Jahren in Anspruch. Daher werde lieber eine Vollsperrung der Strecke für rund acht Monate in Kauf genommen.